Das „Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft“

Das neue Weizenbaum-Institut nimmt in Berlin seine Arbeit auf. Es erforscht die Auswirkungen des Digitalen Wandels auf das Individuum und die Gesellschaft.

Wanka bei der Eröffung Weizenbaum-Institut

VDI/VDE-IT/Stoll

Am 21.09.2017 fiel der offizielle Startschuss für das Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft am Standort Berlin im Konzertsaal der Universität der Künste. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, verdeutlichte bei der feierlichen Eröffnung, was das BMBF von dem Forschungsverbund erwartet. Das neue Weizenbaum-Institut, das sich in einem mehrstufigen Wettbewerb durchgesetzt hat, soll die ethischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte von Internet und Digitalisierung erforschen und Handlungsoptionen aufzeigen. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung  Fördermittel in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro in den ersten fünf Jahren bereit. Bewilligt wurden davon 30 Millionen Euro für die erste Projektphase bis September 2020.

20 Forschungsgruppen in sechs Forschungsbereichen

Der digitale Fortschritt führt zu neuen Geschäftsmodellen und eröffnet andere Formen der Wertschöpfung, die es zu verstehen gilt. Neue Möglichkeiten der politischen Beteiligung und des gesellschaftlichen Engagements entstehen. Vorhandenes Wissen kann leichter geteilt werden. Die Digitalisierung eröffnet viele Chancen für die Wirtschaft, unsere Gesellschaft und jeden einzelnen Menschen. Zugleich stellt sie uns vor neue Herausforderungen. Um diese Zusammenhänge zu untersuchen, wird das Weizenbaum-Institut in den nächsten drei Jahren 20 interdisziplinär besetzte Forschungsgruppen aufbauen. Diese sind sechs großen Bereichen zugeordnet: Arbeit und Innovation, Verträge und Verantwortung auf digitalen Märkten, Governance und Normsetzung, Technikwandel, sowie Partizipation und Öffentlichkeit. Geforscht wird zu einer großen Bandbreite von Fragestellungen: Wer trägt die rechtliche Verantwortung im Internet der Dinge, beispielsweise, wenn ein fahrerloses Auto verunglückt? Welche Rolle spielen Daten als Zahlungsmittel? Oder wie wirkt sich die Smartphone-Nutzung auf unser Wohlbefinden aus?

20 Forschungsbereiche

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH

Verantwortung im Netz

Durch seine Forschung soll das Institut wichtige Impulse in die Wissenschaft geben und auch international sichtbar sein. Daneben soll die Einrichtung, die von fünf Hochschulen und zwei außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus Berlin und Brandenburg getragen wird, die erforderliche gesellschaftliche Debatte zum Internet und zum digitalen Wandel bereichern.

Benannt wird das unabhängige Institut nach Joseph Weizenbaum (1923-2008), einem ideenreichen Informatiker der ersten Stunde, der aufgrund seiner Beobachtungen in der Forschung den verantwortlichen Umgang mit Computern anmahnte.

Quennet-Thielen, Wanka und Müller bei Eröffung des Weizenbaum-Instituts

Gemeinsam bei der Eröffnungsfeier (v.l.n.r.): Cornelia Quennet-Thielen (Staatssekretärin BMBF), Johanna Wanka (Bundesministerin für Bildung und Forschung), Michael Müller (Berliner Bürgermeister), Jutta Allmendinger (Präsidentin WZB)

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Musik digital mit Händen und Füßen erzeugen

Eine Tänzerin von Nagual Sounds erzeugt digital Musik durch den Einsatz ihrer Hand- und Fußgelenke.

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Berliner Bürgermeister Müller setzt auf das Internet-Institut

Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin) freut sich über die Ansiedlung des Weizenbaum-Institutes in Berlin

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Eröffnungsfeier Weizenbauminstitut

Prof. Dr. Axel Metzger, Cornelia Quennet-Thielen, Michael Müller, Prof. Dr. Johanna Wanka, Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker, Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Prof. Dr. Martin Emmer (v.l.n.r.)

BMBF/Rickel

Allmendinger bei der Eröffnung des Weizenbaum Institutes

Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger (Präsidentin WZB) bei ihrer Rede am 21.09.2017

BMBF/Rickel