Gesellschaft

Der digitale Wandel ist allgegenwärtig: Kaum eine Entwicklung erfasst so viele Bereiche unserer täglichen Lebens- und Arbeitswelt wie die Digitalisierung. Und kaum eine Entwicklung zeigt eine Dynamik mit so vielfältigen Chancen und Herausforderungen.

Digitale Revolution zieht sich durch alle Generationen

Der digitale Wandel zieht sich durch alle Generationen

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Wer in Zukunft am gesellschaftlichen Leben teilhaben möchte, braucht einen Zugang zu digitalen Technologien und muss fähig sein, sie zu nutzen. Die Digitalisierung erleichtert vieles: das Ein- und Verkaufen, Buchen von Reisen, Geldüberweisen und den Austausch mit Freunden und Verwandten per Skype oder E-Mails. Auch so wichtige Bereiche wie die Gesundheitsversorgung und Bildung profitieren von der Digitalisierung. Dank der Telemedizin gibt es beispielsweise medizinische Versorgung auch dort, wo kein Arzt mehr ansässig ist.

Zentrale Elemente dieser digitalen Welt sind die Zunahme der Vernetzung und der Verfügbarkeit. Sie verändern alle bisher bekannten Formen des Lebens und Arbeitens: Daten werden erhoben und miteinander verknüpft. Aus ihnen entstehen neue Produkte und Dienstleistungen sowie neue Wertschöpfungsketten. Somit sind digitale Innovationen ein wesentlicher Motor unserer Gesellschaft. Sie schaffen Wachstum und Wohlstand.

Schritt halten

Die Digitalisierung bietet nicht nur Chancen, sie stellt unsere Gesellschaft auch vor neue Herausforderungen. Sie vollzieht sich in einer Geschwindigkeit, die es nicht einfach macht, mit ihr Schritt zu halten. Während einerseits die jüngeren Generationen verstärkt in eine „digitale Kultur“ hineinwachsen und digitale Fähigkeiten und Kompetenzen in jungen Jahren erwerben, tun sich ältere Generationen zum Teil schwerer, sich die notwendigen Voraussetzungen für die digitale Teilhabe anzueignen. Aber auch für Jüngere gilt: Fertigkeiten, die heute erworben wurden, können schnell an Wert verlieren. Kompetenzen zu erwerben und kontinuierlich auszubauen, ist daher eine wichtige Voraussetzung, um die Chancen der Digitalisierung für sich nutzen zu können.

Regeln und Werte für das Miteinander im Netz

Das Internet ist ein offener Raum, in dem jeder Mensch einen „Fußabdruck“ hinterlassen kann. Es bietet Plattformen der Vernetzung, Transparenz und Partizipation unterschiedlicher Gruppen zum Wohle der Gemeinschaft, ermöglicht aber auch Cyber-Kriminalität und die Verbreitung von Falschmeldungen. Daher ist der Schutz der Persönlichkeitsrechte ein wichtiges Thema der Digitalisierung. Ohne Regeln und Werte, wie das Miteinander im Netz funktionieren soll, kann es nicht gehen. Auch die Sicherheit unserer Privatsphäre, beispielsweise bei der Nutzung sensibler Daten, muss gewährleistet bleiben. Datenschutz, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und Verbraucherschutz müssen auch in Zukunft gewährleistet bleiben. Zudem ist sicherzustellen, dass ein gerechter Ausgleich geschaffen wird zwischen den Nutzern von Internetinhalten einerseits und Inhabern dieser Inhalte andererseits.

Das zentrale Anliegen der „Digitalen Agenda“ der Bundesregierung ist es, den digitalen Wandel so mitzugestalten, dass alle Mitglieder einer Gesellschaft bestmöglich mit den Veränderungen leben und von diesen profitieren können. Wissenschaft, Bildung und Forschung bilden die Voraussetzungen, um diese Transformationsprozesse zu verstehen und zu gestalten. Das Deutsche Internet-Institut wird künftig helfen, mit einem interdisziplinären Ansatz die vielfältigen Änderungen durch Digitalisierung zu erforschen.