Bekanntmachung: Digitale Geisteswissenschaften

Immer neue digitale Analysewerkzeuge und die zunehmende Verfügbarkeit von digitalen Daten verändern die Geisteswissenschaften. Das BMBF fördert die theoretische, methodische und technische Weiterentwicklung der Digital Humanities.

Studenten in Bibliothek

BMBF/Hans-Joachim Rickel

Die neuen informatisch-technischen Möglichkeiten und die zunehmende Verfügbarkeit digitaler Daten haben die Geisteswissenschaften tiefgreifend verändert und zur Herausbildung der digitalen Geisteswissenschaften (Digital Humanities) geführt. Diese beschäftigen sich mit der Anwendung computergestützter Verfahren und der systematischen Verwendung digitaler Ressourcen. Ob man sie als eine Herangehensweise, ein Instrumentarium oder als eine eigene Disziplin auffasst – die Digital Humanities erweitern die Potenziale der geisteswissenschaftlichen Wissensproduktion beträchtlich.

Weiterentwicklung des Forschungsfeldes

Die Herausbildung der Digital Humanities in Deutschland wurde durch die Projektförderung des BMBF beträchtlich unterstützt. Um dieses junge Forschungsfeld weiter zu stärken, hat das BMBF im Juli 2019 eine Bekanntmachung veröffentlicht, die auf die theoretische, methodische und technische Weiterentwicklung der digitalen Geisteswissenschaften abzielt. Mit dieser Bekanntmachung sollen auch Herausforderungen jenseits von Quellen in Textform adressiert werden: Angesprochen sind insbesondere Projekte, die sich mit multimodalen Untersuchungsgegenständen wie Bildern, Film, Ton usw. sowie Kombinationen davon beschäftigen. Aber auch Texte sind als Untersuchungsgegenstand willkommen. Das übergeordnete Ziel der Förderrichtlinie ist es, durch einen stärkeren Einbezug hermeneutischer Herangehensweisen zu einem tieferen Verständnis der neuen digitalen Forschungsmöglichkeiten zu gelangen.