Big&Smart Data - Daten als Rohstoff

Daten sind ein wertvoller Rohstoff. Big Data wird wissenschaftliche Fortschritte und Innovationen schaffen und damit die Wettbewerbsfähigkeit sowohl der Wissenschaft als der Unternehmen steigern.

Die Begriffe „Big Data“ und „Smart Data“ stehen für den intelligenten Umgang mit großen und gleichzeitig heterogenen Datenmengen. Es geht nicht darum, unzählige Daten (Big Data) zu sammeln, nur weil sie verfügbar sind und das Sammeln heute technisch möglich ist. Vielmehr geht es darum, aus großen Datenmengen die richtigen Daten (Smart Data) zu sammeln und aufzubereiten, um bessere Entscheidungen treffen zu können.

Big Data als Grundlage für Entscheidungen

Die Art der Entscheidungsfindung in Unternehmen und die Art des Forschens in verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen wird sich nachhaltig verändern. Beispiele aus Wissenschaft und Wirtschaft können die großen Potenziale von Big und Smart Data schnell verdeutlichen: So könnte bei genetisch bedingten Krankheiten die vergleichende Analyse von Gendaten mehrerer Menschen ermöglichen, typische Gensequenzen zu identifizieren und neue Ansatzpunkten beim Bekämpfen der Krankheit aufzeigen.

Große Datenmengen fallen auch in Maschinen an. Hier könnte die Auswertung von Messergebnissen von Hunderten von Sensoren in Gaskraftwerken – seien es Temperaturen, Drücke, Strömungsverläufe oder Gaszusammensetzungen – Hinweise darauf geben, wie das Gaswerk effizienter und somit umweltfreundlicher betrieben werden kann. Und in der Wirtschaft könnte die Analyse des Konsums von Kunden für bessere Warenflüsse sorgen.

Zwei BMBF-geförderte Kompetenzzentren für Big Data

Das BMBF fördert die Forschung zum intelligenten Umgang mit großen, heterogenen Datenmengen in Deutschland auf vielfältige Weise. Zwei Big Data Kompetenzzentren in Berlin und Dresden entwickeln beispielsweise automatisch skalierbare Technologien und ein Portfolio von Big Data-Lösungen für die Wissenschaft und die Industrie, um riesige heterogene Datenmengen zu organisieren und gleichzeitig aus all diesen Datenmengen intelligent Informationen gewinnen zu können. Das vom BMBF geförderte Smart Data Innovation Lab gewährt auf Antrag Jedem (Firmen, Instituten, Studenten) die kostenfreie Nutzung der SDIL-Infrastruktur für nicht-kommerzielle Forschung in den Bereichen Industrie 4.0, Smart Cities, Medizin und Energie. Wesentliches Ziel ist es, die Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft im Bereich der Forschung zu Data Engineering/Smart Data zu stärken.

Rat für Informationsinfrastrukturen: Grundversorgung an Speichermöglichkeiten und Services

Ein von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) geschaffenes Beratungsgremium, der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII), spricht sich für die Gründung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) aus, die der Wissenschaft eine Grundversorgung an Speichermöglichkeiten und Services anbieten soll. Mit Hilfe der NFDI sollen Fragmentierung überwunden, Standards und Methoden vereinheitlicht und die Langzeitverfügbarkeit von Daten sichergestellt werden.


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Deutsches Internet-Institut: Verantwortungsvoller Umgang mit Daten und Technologien