Das BMBF auf dem Digital-Gipfel 2018

Der Digital-Gipfel ist die zentrale Plattform für die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft bei der Gestaltung des digitalen Wandels. In Nürnberg treffen sich Entscheiderinnen und Entscheider zum Austausch.

Herr Luft spricht über KI Strategie

Christian Luft (Staatsskretär, Mitte) spricht über die Vorhaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hinsichtlich der neuen KI-Strategie. Neben ihm sind Christian Hirte (BMWi) und Dr. Norbert Gaus (Siemens AG).

Seit 2016 wird der Digital-Gipfel unter jährlich wechselnde Schwerpunktthemen gestellt. Der Digital-Gipfel 2018 in Nürnberg wird einen thematischen Schwerpunkt auf Künstliche Intelligenz setzen, da sich die KI auf dem Weg zu einer neuen Basistechnologie der Digitalisierung für die Gesamtwirtschaft befindet. Auch Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, nimmt in diesem Jahr am Digital-Gipfel teil und präsentiert wichtige Ergebnisse der Arbeit ihres Ministeriums.

Schwerpunkt Künstliche Intelligenz
Die Bundesregierung hat am 15. November 2018 ihre Strategie Künstliche Intelligenz beschlossen.  Der Digital-Gipfel 2018 greift dieses Zukunftsthema auf und möchte dazu beitragen, dass Deutschland die Chancen von KI nutzt, aber auch Risiken richtig bewertet.Das setzt voraus, dass der Mensch im Mittelpunkt einer technisch und rechtlich sicheren sowie ethisch vertretbaren Nutzung von Künstlicher Intelligenz steht. Diskutiert wurden unter anderem intelligente Assistenzsysteme im Arbeitsalltag, die bereits erfolgreich in verschiedenen Unternehmen eingeführt worden sind und erheblich zur Mitarbeiterzufriedenheit beitragen.

Das BMBF im Prozess des Digital-Gipfels
Der Digital-Gipfel greift die Handlungsfelder der digitalen Transformation in thematischen Plattformen und dazu gehörigen Fokusgruppen auf. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft haben Projekte und Initiativen ausgearbeitet, deren Ergebnisse beim Gipfel präsentiert werden. Digitalpolitische Herausforderungen sowie Lösungsansätze werden hier diskutiert.

Plattform Industrie 4.0
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier steuern die Plattform gemeinsam mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften. Staatssekretär Christian Luft (BMBF) sprach hierzu am ersten Gipfeltag mit anderen Akteuren in einem Panel unter anderem über die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hinsichtlich datenbasierter Geschäftsmodelle und betonte hier: „Mit unserer Initiative Industrial Data Space wollen wir insbesondere für Mittelständler etwas tun und Freiräume schaffen. Außerdem wollen wir ein Programm starten, um abgewanderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wieder zurück nach Deutschland zu holen.“ Klar heraus gestellt wurde im globalen Realitätscheck außerdem, dass Menschen noch mehr lernen müssten, in Systemen zu denken, da Vernetzung nur so funktionieren könne.

Plattform Lernende Systeme
Die „Plattform Lernende Systeme“ unter dem Vorsitz von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Karl-Heinz Streibich (acatech-Präsident), vereint rund 200 führende Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und zivilgesellschaftlichen Organisationen. In Arbeitsgruppen erörtern sie Chancen, Herausforderungen und Rahmenbedingungen für die Entwicklung und den verantwortungsvollen Einsatz Lernender Systeme. Neben konkreten Anwendungsfeldern wie Medizin und Mobilität liegt der Fokus dabei auch auf Querschnittsthemen wie Mensch-Maschine-Interaktion oder rechtlichen Fragen. Die Plattform wurde 2017 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert und Mitte 2018 in den Digital-Gipfel-Prozess integriert.

Plattform Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft
Die „Plattform Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft", die ebenfalls unter dem Vorsitz von  Anja Karliczek steht, bearbeitet und präsentiert anschauliche Projekte zur Zukunft der digitalen Bildung, die über den konkreten Anwendungsbereich hinaus den Anspruch auf Strukturbildung und systemischen Innovationscharakter erheben können. Mit dem Projekt hat die Plattform etwa ein Referenzmodell für eine föderal einsatzfähige Schul-Cloud-Infrastruktur realisiert. Unter Federführung des Hasso-Plattner-Instituts wird die Schul-Cloud an zahlreichen Schulen des MINT-EC-Netzwerkes bereits erprobt. Auch die „Plattform Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft" wurde am ersten Tag bereits eindrucksvoll dargestellt.

Neues auf dem Gipfel
In diesem Jahr führt eine Veranstaltungs-App durch den Gipfel und hilft den Gästen, sich auf dem Gelände zurecht zu finden. Nicht nur der Gedanke der papierlosen Konferenz wird hierdurch unterstützt – auch interaktive Elemente wie Chat- und Voting-Funktionen gestalten die Veranstaltungstage spannend und verhelfen dem Event zu einem zusätzlichen digitalen Anstrich.