Das internationale Weizenbaum Symposium

Am 15.05.2018 fand das Symposium des Weizenbaum-Institutes statt. Das Interesse war groß – auch international. Staatssekretärin Quennet-Thielen betonte, dass eine unabhängige Wissenschaft zum besseren Verständnis des Digitalen Wandels beitragen muss.

Lichthof

BMBF/Hans-Joachim Rickel

Am 21.09.2017 wurde das Deutsche Internet-Institut als Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft eröffnet. In der Startphase des wissenschaftlichen Arbeitsprogramms hat am 15. Mai 2018 das Weizenbaum-Institut nun unter dem Titel „Zukunft von Arbeit und Innovation in einer vernetzten Gesellschaft“ ein Symposium an der Technischen Universität Berlin abgehalten. Das Symposium war gleichzeitig Teil des Wissenschaftsjahres 2018 „Arbeitswelten der Zukunft“. Mit der Veranstaltung wurde der Wandel der Arbeitswelt durch die Digitalisierung erkundet. Entsprechend der Ausrichtung des Weizenbaum-Instituts wurde interdisziplinär gearbeitet – beteiligt sind unter anderem die Informatik, Sozial-, Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften. Das Interesse war groß. An der Veranstaltung nahmen ca. 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland sowie aus inner- und außereuropäischen Ländern teil.

Von A wie Algorithmen bis Z wie Zusammenarbeit von Mensch und Maschine

Mit einer Plenarsitzung und Beiträgen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft wurde das Symposium eröffnet. Den wissenschaftlichen Mittelpunkt stellten zwei Keynotes von Vertreterinnen der Universität Erlangen-Nürnberg dar. Sie setzten sich mit Fragen auseinander, wie disruptiv oder beeinflussbar Innovationsprozesse sind und in welchen Bereichen Künstliche Intelligenz menschliche Arbeit ersetzen kann. Mit dem Weizenbaum-Symposium war im Vorfeld ein Call for Papers verbunden. Die Veranstalterinnen und Veranstalter des Weizenbaum-Instituts wählten mit einer Jury aus einer großen Zahl von Einreichungen insgesamt 27 wissenschaftliche Beiträge aus. In interdisziplinären und fachlichen Vorträgen wurde ein breites Spektrum von Themen aufgegriffen, von algorithmischen Entscheidungen am Arbeitsplatz bis zur Zusammenarbeit zwischen Menschen und Künstlicher Intelligenz.

Wissenschaft muss unabhängig bleiben

Quennet-Thielen

BMBF/Hans-Joachim Rickel

Zu den eingeladenen Sprecherinnen und Sprechern zählte auch Frau Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung. In ihrer Keynote umriss sie den gesellschaftlichen Rahmen von Wissenschaft im Allgemeinen und den des Weizenbaum-Instituts im Besonderen, wobei sie die Unabhängigkeit der Wissenschaft und ihre Rolle für das bessere Verständnis der Digitalisierung hervorhob. Diese Unabhängigkeit zu sichern sei eine fortlaufende und anhaltende Aufgabe. Im Anschluss skizzierte sie dabei die Beiträge des BMBF zur Bildung (Digitalpakt), zur Berufsbildung, zum lebenslangen Lernen, zur Innovationsfähigkeit und zur Erforschung der Digitalisierung der Arbeit.