Der intelligente Operationssaal

Mit dem „Intelligenten Operationssaal“ präsentierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Zusammenarbeit mit dem Innovationszentrum für computerassistierte Chirurgie (ICCAS) ein TOP-Exponat auf dem Digital-Gipfel 2017.

Der intelligente Operationssaal

ICCAS/Swen Reichhold

Digitale Gesundheit war ein zentrales Schwerpunktthema des Digital-Gipfels 2017. Drei von vier TOP-Exponaten griffen diesen Schwerpunkt auf und präsentierten Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung die Zukunft der digitalen Medizin.

Passgenaue Therapien auf Basis des digitalen Patientenmodells
Wie digitale Technik zukünftig Ärzte bei der optimalen Therapiefindung und beim chirurgischen Eingriff unterstützen kann, stand im Mittelpunkt des Exponates „Der intelligente Operationssaal – Digitale Assistenzen für Ärzte“. Die dafür notwendigen Patientendaten werden in einem „Digitalen Patientenmodell“ zusammengeführt. Mit den dort enthaltenen Informationen wird die individuelle Krankheitssituation festgestellt und die Entscheidung für eine passgenaue Therapie erleichtert.

Dr. Angela Merkel lobt Medizintechniker

Prof. Dr. Melzer und Prof. Dr. Neumuth präsentieren der Bundeskanzlerin das Exponat „Der intelligente Operationssaal – Digitale Asisstenzen für Ärzte“

BMBF/Rickel

Das Modell der Zukunft

Das Exponat „Der intelligente Operationssaal – Digitale Assistenzen für Ärzte“ auf dem Digital-Gipfel 2017 im Pfalzbau Ludwigshafen

BBMBF/Rickel

Panel Medizintechnik

Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka mit Prof. Dr. Melzer (ICCAS-Direktor) und mit Prof. Dr. Thomas Neumuth (von rechts nach links)

BMBF/Rickel

Intelligente Medizintechnik passt sich an das Operationsgeschehen an
Wie Computermodelle bei der anschließenden Therapie zum Einsatz kommen, wurde am Beispiel eines chirurgischen Eingriffs im Hals-Nasen-Ohren-Bereich gezeigt. Im virtuell vernetzten Operationssaal der Zukunft ist die Medizintechnik so intelligent, dass sie die aktuellen Arbeitsschritte des Operateurs erkennt und den nächsten Schritt vorausberechnet. Dieses „Mitdenken“ ermöglicht die automatische Anpassung der eingesetzten Technik an das aktuelle Operationsgeschehen. Die optimalen Gerätekonfigurationen stehen dabei genauso im Fokus wie die Bereitstellung von wichtigen Informationen für den Operateur oder die Anpassung der Lichtverhältnisse im OP.

BMBF fördert die Forschung zur digitalen Medizin von morgen
Die vorgestellte Technik wurde am ICCAS in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Leipzig, dem Herzzentrum Leipzig sowie weiteren Partnern – u.a. aus der Industrie – entwickelt. Das ICCAS ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Gefördert wird es vom BMBF als eines der Zentren für Innovationskompetenz im Rahmen des Programms "Regionale Innovationsinitiativen - Neue Länder". Die BMBF-Förderung beläuft sich seit 2005 auf mittlerweile ca. 18 Millionen Euro. Das BMBF ist damit der größte Förderer des Innovationszentrums.