Deutschlands beste Nachwuchsinformatiker prämiert

Fünf Gewinner des 35. Bundeswettbewerbs Informatik (BwInf) wurden am 22.9. in einem Festakt am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) für ihre hervorragende Arbeit von einer Jury mit Vertretern aus Schule, Wissenschaft und Wirtschaft ausgezeichnet.

Wettbewerb Informatik

Die Bundessieger des 35. BwInf. (v.l.n.r. Marian Dietz, Ellen Bräutigam, Adrian Dobbelstein, Erik Sünderhauf, Florian Jüngermann)

HPI/K.Herschelmann

Komplexe Probleme kreativ, mit Fachwissen und im Team lösen – all das stand im Mittelpunkt der letzten Runde des Wettbewerbs vom 19. bis 22. September. 28 Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 9 durften ihr Können an konkreten Projekten in der Endrunde am HPI unter Beweis stellen. Insgesamt haben rund 1.500 Jugendliche am Bundeswettbewerb Informatik (BwInf) teilgenommen.

In zwei Runden zum Sieg

In den ersten beiden Wettbewerbsrunden berechneten die Jugendlichen beispielsweise Radrennstrecken, optimierten die Auflösung eines Firmenkonglomerats und entwickelten Navigationssysteme. In der Endrunde führten sie Gespräche mit Informatikern aus Schule und Hochschule und mussten unter Zeitdruck zwei Informatik-Probleme im Team bearbeiten.

So haben die Finalisten beispielsweise Verfahren entwickelt, um die Kommunikation von Computern untereinander zu steuern: Wenn diese in Netzwerken wie einem Smart Home zusammenarbeiten, müssen sie einen Koordinator wählen. Die jungen Informatik-Talente haben Lösungen entworfen, die in verschiedenen Arten von Netzwerken sicherstellen, dass sich alle Beteiligten auf einen Koordinator einigen.

Insgesamt fünf Bundessieger ausgezeichnet

Die Sieger erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro und werden in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Die fünf besten Nachwuchsinformatiker in Deutschland sind:

•           Ellen Bräutigam, 18, aus Jena (Carl-Zeiss-Gymnasium Jena)

•           Marian Dietz, 17, aus Berlin (Heinrich-Hertz-Oberschule Berlin)

•           Adrian Dobbelstein, 15, aus Göttingen (Max-Planck-Gymnasium Göttingen)

•           Florian Jüngermann, 18, aus Mayen (Megina-Gymnasium Mayen)

•           Erik Sünderhauf, 16, aus Werdau (St. Afra-Gymnasium Meißen)

Erfolgreich den Informatiknachwuchs fördern

Der Bundeswettbewerb Informatik hat Tradition: Seit 1980 können Schülerinnen, Schüler und Auszubildende bis 21 Jahre in drei Runden ihr Talent rund um die Informatik unter Beweis stellen. Ziel ist es, das Interesse junger Menschen an dem spannenden und wichtigen Fachgebiet zu wecken. Die Teilnahme am Wettbewerb eröffnet Chancen auf attraktive Informatik-Camps führender Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sowie hervorragende Möglichkeiten zur Vernetzung. Der Wettbewerb ist der älteste unter den Bundesweiten Informatikwettbewerben, die von der Gesellschaft für Informatik, dem Fraunhofer IUK-Verbund und dem Max-Planck-Institut für Informatik ausgerichtet und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden.