Die Digitale Agenda der Bundesregierung – relevant auch für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Die Bundesregierung hat im August 2014 ihre Digitale Agenda 2014–2017 vorgelegt. Handlungsfeld 5, das federführend vom BMBF verantwortet wird, widmet sich den wichtigen Bereichen Bildung, Forschung und Wissenschaft.

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Als ressortübergreifende Strategie adressiert die Digitale Agenda 2014–2017 verschiedene Aspekte der Digitalisierung – vom Breitbandausbau über die Digitalisierung der Arbeitswelt bis hin zum Thema IT-Sicherheit. Den Bereichen Bildung, Forschung und Wissenschaft kommt in der Digitalen Agenda eine besondere Rolle zu. Sie sind nicht nur wichtige Einsatzfelder neuer digitaler Nutzungsmöglichkeiten, sondern auch maßgebliche Treiber der weiteren digitalen Entwicklung sowie zentrale Hebel, um die Potenziale für Gesellschaft und Wirtschaft zu erschließen.

Digitalen Wandel umfassend erforschen

In der Wissenschaft entstehen neue Formen der Zusammenarbeit über die Grenzen von Organisationen, Orten, Zeiten und Disziplinen hinweg, neue Forschungsfragen kommen auf. Digitale Informationen sind eine wichtige Ressource für die Wissenschaft, neue Publikationsformen wie Open Access können den Wissensfluss und -transfer erleichtern.

Forschung ermöglicht Innovationen und intelligente Lösungen, die uns helfen, die Herausforderungen der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft zu bewältigen, sei es beim Thema Sicherheit in der digitalen Welt, beim Umgang mit großen Datenmengen (Big Data) oder mit Innovationen für einen zukunftsfähigen Produktionsstandort.

Breit verfügbare Informationen im Netz und neue Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen neue Möglichkeiten des Lernens, Unterrichtens und Forschens. Dank digitaler Medien wird Lehren und Lernen orts- und zeitunabhängiger. Individuelle Lernvoraussetzungen können stärker berücksichtigt werden.

Chancen der Digitalisierung optimal nutzen

Das Handlungsfeld 5 des BMBF hat sich zum Ziel gesetzt, die großen Chancen der dynamisch fortschreitenden Digitalisierung zu nutzen – für mehr Bildungsgerechtigkeit, für eine exzellente Wissenschaft und Forschung sowie für mehr Wachstum und Beschäftigung. Folgende Aufgabenbereiche wurden definiert:

  1. Digitalen Wandel in der Wissenschaft forcieren: Wissenschaftliche Informationsinfrastrukturen werden gestärkt, ausgebaut und besser vernetzt.
  2. Zugang zu Wissen als Grundlage für Innovation sichern: Die Rahmenbedingungen für einen ungehinderten Informationsfluss, insbesondere in der Wissenschaft, sollen verbessert werden.
  3. Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft: Die Medienkompetenz der Menschen soll gestärkt werden.
  4. Innovationspotenziale der Digitalisierung nutzen: Angestrebt wird eine durchgängige Wertschöpfungskette von der Grundlagenforschung bis hin zu Transfer und Verwertung.
  5. Durch Forschung den digitalen Wandel verstehen: Erkenntnisse zum Schutz der Privatsphäre, Selbstbestimmung und Transparenz dienen als Grundlage, um den digitalen Wandel verantwortungsvoll zu gestalten.

Ausrichtung des IT-Gipfels auf die Digitale Agenda

Der enge Dialog der Bundesregierung mit allen relevanten Gruppen erfordert ein gemeinsames Dach, unter dem ein intensiver Austausch zu den zentralen Herausforderungen der digitalen Transformation bestmöglich erfolgen kann. Der Nationale IT-Gipfel dient hierbei als Plattform für die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die jährlich stattfindende Veranstaltung wird auf die verschiedenen Handlungsfelder der Digitalen Agenda ausgerichtet. Schwerpunkt des 10. Nationalen IT-Gipfel 2016 in Saarbrücken war die „Digitale Bildung“.