Digitalisierung in der überbetrieblichen Ausbildung

Das BMBF investiert 16 Millionen Euro in überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS). Im Rahmen des Sonderprogramms ÜBS-Digitalisierung starten aktuell 15 neue Projekte mit Akteuren aus Handwerk, Bauwirtschaft, Landwirtschaft, Industrie und Handel.

Digitalisierung in der Ausbildung

BMBF

Der Digitalisierungsschub in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten zielt darauf ab, kleine und mittelständische Unternehmen bei der Ausbildung künftiger Fachkräfte zu unterstützen. In der neuen Förderrunde gehen deutschlandweit 15 innovative Projekte an den Start, die neue digitale Technologien nachhaltig in der überbetrieblichen Ausbildung verankern wollen:

AR- und VR-Technologien
Das Projekt Augmented Reality in der handwerklichen Ausbildung (ARihA) plant den Einsatz von Technologien zur erweiterten und virtuellen Realität für Berufe in Metallbau, Elektronik und Anlagenmechanik, während das Vorhaben Entwicklung eines Ausbildungs- und Qualifizierungskonzeptes zur Unterstützung der digitalen Transformation in der Milchwirtschaft (AUdiTraMi) AR- und VR-Anwendungen bei der Milchverarbeitung einsetzt. Auch Bauberufe sollen dank des Projektes Technische Kommunikation in der Land- und Baumaschinenmechatronik (tekom_LandBauMT) u. a. im Umgang mit AR-Anwendungen geschult werden.

Sensoren, Roboter und Analysewerkzeuge
Mithilfe des Konzeptes von Digitale Technologien in der Rinderhaltung zur Sicherung der Tiergesundheit (DiTRiGesund) sollen zukünftige Fachkräfte in der Landwirtschaft lernen, Sensoren oder Roboter zum Wohle der Tiere einzusetzen. Für Auszubildende der Kfz-Mechatronik wird es mit dem Projekt Diagnosekompetenz für die Elektromobilität (Diakom-E) in einem überbetrieblichen Ausbildungskurs die Möglichkeit geben, eigene Prozesse zu entwickeln, um Diagnosen in Elektrofahrzeugen stellen zu können.

3D-Druck
Das Projekt Digitalisierung im Back- und Konditorhandwerk (Digi-BacK) bringt den Einsatz des 3D-Druckes in Fertigungsprozessen in überbetriebliche Ausbildungskurse. Neben einer erhöhten Effizienz bei der Produktion können die neuen digitalen Technologien auch dazu beitragen, die Attraktivität von Berufen im Lebensmittelhandel zu steigern.

Eine Übersicht aller 15 Projekte finden Sie hier.

Die Ergebnisse der geförderten Projekte sollen in die Berufsbildungslandschaft bekannt gemacht werden und damit zu einer modernen Ausbildung beitragen. In diesem Kontext werden auch Zusammenarbeiten zwischen Berufsbildungsstätten, Betrieben und Berufsschulen unterstützt. Weitere Projekte werden 2021 folgen.

Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung

Dank der ÜBS-Initiative des BMBF konnten von 2016 bis Mitte 2020 bereits mehr als 200 Standorte u. a. mit Outdoor-Tablets, Assistenzrobotik oder Bau- und Landmaschinensimulatoren ausgestattet werden. Acht Beispielprojekte guter Ausbildungspraxis sind bereits abgeschlossen und online verfügbar. Das Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung ist weiterhin offen: Projektskizzen können bis Ende 2020 bzw. Mitte 2021 eingereicht werden.