DigitalPakt Schule ist gestartet

Die Zustimmung des Bundesrates zur Grundgesetzänderung öffnet den Weg für den DigitalPakt Schule und Investitionen in moderne digitale Infrastrukturen in Schulen. Bund und Länder haben sich auf eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung geeinigt.

Kind mit Tablet

Adobe Stock / gpointstudio

Der Nachholbedarf an digitaler Ausstattung an den Schulen ist bundesweit hoch, wenngleich Länder und Kommunen bereits wertvolle Vorarbeit geleistet haben. Diese werden durch die Bundesmittel zielgerichtet unterstützt. Erstmals ist so ein flächendeckender Aufbau digitaler Lerninfrastrukturen möglich.

Während der Bund die Infrastruktur fördert, sorgen die Länder für die inhaltliche Entwicklung. Ihr Zusammenwirken im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten haben sie in einer Bund-Länder-Vereinbarung geregelt. Damit leisten Bund und Länder im eigenen Verantwortungsbereich einen unverzichtbaren Beitrag für gute digitale Bildung. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek begrüßt dies ausdrücklich: "Der DigitalPakt Schule ist ein Gewinn für alle Schulen dieses Landes. Der Föderalismus zeigt sich handlungsfähig. Neu ist, dass mit dem DigitalPakt neue Wege für digitale Kooperationen auf überregionaler und auf länderübergreifender Ebene geschaffen werden. Das ermöglicht neue strukturbildende Gemeinsamkeiten in der Bildung im gesamten Bundesgebiet."

Dank des DigitalPakts stehen den Schulen demnächst fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Hinzu kommt ein Eigenanteil der Länder von zehn Prozent. Beantragt werden die Fördermittel über die Schulträger. Die ersten Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule sollen noch im Jahr 2019 fließen. „Mit digitalen Medien können wichtige Unterrichtsinhalte für Schülerinnen und Schüler besser verständlich gemacht werden“, so die Ministerin.

Moderne Technik für pädagogischen Mehrwehrt
Mit dem DigitalPakt Schule zielen Bund und Länder auf die flächendeckende Weiterentwicklung aller Schulen ab. Jede Schule hat unterschiedliche und individuelle Startbedingungen. Die Vielfalt didaktischer Konzepte ermöglicht eine große Bandbreite technischer Umsetzungen. Die Schulen, die noch am Anfang stehen, wollen Bund und Länder ebenso mitnehmen wie die digitalen Vorreiterschulen, die es heute bereits gibt. Deswegen wird die geförderte IT-Ausstattung je nach örtlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen unterschiedlich sein.

Neue Wege beschreiten
Moderne Technik ist kein Selbstzweck, sondern hat einen pädagogischen Mehrwert. So können abstrakte Inhalte visualisiert werden, was gerade in den Naturwissenschaften eine große Rolle spielt. Auch werden Experimente möglich, deren reale technische Umsetzungen die Schulen überfordern würden. Vor allem aber können auf den individuellen Leistungstand der Schülerinnen und Schüler zugeschnittene Lernangebote eingesetzt werden. Zudem wird in den Klassen, aber auch über die Klassen- und Schulgrenzen hinaus, kollaboratives Lernen möglich. Denn es geht nicht darum, analoge Unterrichtsszenarien in die digitale Welt zu übertragen. Ziel des DigitalPakts Schule ist es, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, um spezifische Kompetenzen für das Lernen und Arbeiten in einer digital geprägten Welt zu vermitteln.

Finanzierung und Fortbildung
Der Bund stellt bereits in dieser Legislaturperiode 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Länder bringen zusätzlich einen finanziellen Eigenanteil ein. Zusätzlich sorgen die Länder für die Fortbildung der Lehrkräfte, die Anpassung der Bildungspläne und die Weiterentwicklung des Unterrichts. Die pädagogischen und inhaltlichen Grundlagen für die Umsetzung des DigitalPakts Schule haben die Länder mit der 2016 verabschiedeten Strategie der Kultusministerkonferenz (KMK) "Bildung in der digitalen Welt" gelegt.

Pressemitteilung zum Start des Digitalpaktes
https://www.bmbf.de/de/bund-und-laender-ueber-digitalpakt-schule-einig-8141.html

Mehr zum Digitalpakt
https://www.bmbf.de/de/wissenswertes-zum-digitalpakt-schule-6496.html