Ein gelungener Austausch beim Open Access-Vernetzungstreffen

Das BMBF fördert innovative Ideen für Open Access mit 20 Projekten. Jetzt kamen die Projekte für ein Vernetzungstreffen in Berlin zusammen. Es gab nicht nur einen Überblick über die Projekte, sondern auch wertvolle Zeit zum Austausch.

Vernetzung

Impressionen zum Open Acces-Vernetzungstreffen vom 5. Dezember 2018

VDI/VDE-IT/Stoll

Postersession

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung lud am 5. Dezember 2018 zum Open Access-Vernetzungstreffen. Es trafen sich die 20 geförderten Projekte des Open Access-Ideenwettbewerbs. Mit dem Ideenwettbewerb fördert das BMBF die Umsetzung innovativer Ideen zur Schaffung, Verbreitung und Handhabe von Open Access-Publikationen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Projekte konnten die anderen Projekte kennenlernen, tauschten sich aus und besprachen zukünftige Kooperationen. Die geförderten Projekte decken ein breites Spektrum an Ansätzen und Disziplinen ab. Sie reichen von den Ingenieurswissenschaften, über die noch jungen Therapiewissenschaften bis hin zur Geschlechterforschung. Alle Vorhaben verbindet ein Ziel – Open Access in Deutschland und auch international voran zu bringen.

Thematische Vielfalt der geförderten Projekte

In ihren Begrüßungen hoben Ministerialdirigent Dr. Dietrich Nelle und Ministerialrätin Bettina Klingbeil aus dem BMBF beide die Aufgabe des BMBF hervor, die Wissenschaft in ihrem Bestreben nach Open Access zu unterstützen. Ministerialdirigent Dr. Dietrich Nelle zeigte sich erfreut von der Vielfalt der ausgewählten Projekte: „Ich finde es ausgesprochen spannend, was an Ideen zusammengekommen ist, um Open Access sowohl auf der Ebene der für das Wissenschaftssystem in seiner Gesamtheit relevanten strategischen Themen, als auch durch die Stärkung der die Entwicklung von Infrastrukturbasis als auch durch die Unterstützung des Selbstfindungsprozesses disziplinärer Entwicklungsprozesse z.B. in den Geistes- und Sozialwissenschaften voranzubringen.“ Ministerialrätin Bettina Klingbeil betonte, die Bedeutung der Wissenschaftscommunity für den Erfolg von Open Access: „Es ist wichtig, dass Open Access einfach und unkompliziert ist. Deshalb werden mit dem Open Access-Ideenwettbewerb gute Ideen aus der Wissenschaft für die Wissenschaft gefördert.“

Die Projekte präsentierten ihre ersten Ergebnisse

In kurzen Präsentationen zeigten die Projekte ihren Ansatz und ihren Fortschritt. „Es ist beeindruckend, was die Vorhaben bisher umgesetzt haben und mit welchem Eifer sie sich in Ihre Arbeit gestürzt haben.“ resümierte Regierungsrat Philipp Zimbehl, der den Open Access-Ideenwettbewerb  für das BMBF betreut. Dabei betonte er die weitreichende Wirkung, die sich das BMBF von den Projekten erwartet. Dass es nicht nur um Forschungspublikationen im Internet geht, zeigte sich schon bei der Vernetzungsveranstaltung.

Professor Dr. Konrad Förstner, Projektleiter des Vorhabens „InteractOA“, welches sich mit genregulatorischen Interaktionen von Bakterien beschäftigt, sagte über sein Projekt: „Die große Vision des Projektes ist es, zu einer anderen Art von Wissensgesellschaft zu kommen.“ In Kooperation mit dem Projekt Wikidata der Wikimedia Foundation entwickelt InteractOA eine Anwendung, die automatisiert, Datensätze in Wikidata mit Fundstellen in Forschungsartikeln verknüpfen kann. Damit kann – nicht nur in der Mikrobiologie – ein Datensatz mit einer Forschungspublikation verbunden werden.

„Wir brauchen eine breite Beteiligung unterschiedlicher Institution, um unser Projekt voranzutreiben. Je mehr sich beteiligen, desto besser funktioniert die geplante Plattform. Unterschiedliche Einrichtungen können mit Hilfe dieser ihre eigene Arbeit besser planen.“ sagte Bernd Mittermaier, Projektleiter des Projektes SynOA. Im Rahmen des Projektes wird eine Schnittstelle entwickelt, über welche Bibliotheken selbst Daten zu Open Access erfassen können und eine Oberfläche für einen nationalen Open Access-Monitor geschaffen.

Kraft der Netzwerke

Die Vorhaben nutzten die Möglichkeit, sich zu Querschnittsthemen und spannenden Fragestellungen zu besprechen. Sie trafen sich vor ihren eigens erstellten Postern und besprachen Kooperationsmöglichkeiten.