Fachtagung Forschungsdatenmanagement

Auf der Veranstaltung „Forschungsdatenmanagement – künftige Entwicklungen und aktuelle Fragen der Wissenschaft“ vom 17. Oktober 2018 brachte das BMBF Vertreterinnen und Vertreter aus der Forschung und von Wissenschaftsorganisationen zusammen.

Veranstaltungssituation mit erfreuten Teilnehmenden

Am 17. Oktober richtete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin die Tagung „Forschungsdatenmanagement – künftige Entwicklungen und aktuelle Fragen der Wissenschaft“ aus, zu der über 130 Gäste erschienen Es gab Vorträge aus der Forschung, von Wissenschaftsorganisationen wie z.B. der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und von Initiativen der Bundesländer.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig: Der systematische Umgang mit digitalen Forschungsdaten birgt erhebliche Potenziale für die Wissenschaft. Zum Beispiel können veröffentlichte Erkenntnisse besser nachvollzogen und überprüft werden. Es müssen nicht mehr vielfache Messkampagnen verschiedener Arbeitsgruppen durchgeführt werden, vielmehr können durch einen offenen Datenaustausch die Daten einfach geteilt werden. Durch die Nachnutzung bereits vorhandener Daten können neue Erkenntnisse gewonnen werden – sowohl innerhalb der jeweiligen Disziplinen, als auch über disziplinäre Grenzen hinweg.

Potenzial müssen effektiv genutzt werden

Um diese Potenziale nutzen zu können, wird das Management digitaler Forschungsdaten zur entscheidenden Voraussetzung. In den Beiträgen und Diskussionen wurde betont, dass Forschungsdatenmanagement eine

Marc Strüder auf dem Podium

Marc Strüder, Mitarbeiter des Referates Forschungsdaten im BMBF

komplexe Herausforderung ist. Die Sprecherinnen und Sprecher wiesen z.B. darauf hin, dass zur Sicherstellung von Qualität und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten einige Rückkuppelungsschleifen zwischen den Stellen der Datenerhebung, der Datenarchivierung und der Datennachnutzung erforderlich seien. Auf der Veranstaltung wurde aber auch deutlich, dass Bund, Länder und die Wissenschaft diese Herausforderungen mit konkreten Schritten annehmen. Marc Strüder, Mitarbeiter des Referates Forschungsdaten im BMBF, sagte hierzu: „Maßnahmen von Bund und Ländern und auch wissenschaftsgetriebene Initiativen zielen darauf ab, die Wissenschaftslandschaft für solche Aufgaben zu befähigen.“ Besonderes Augenmerk richtete sich auf den Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) sowie auf die Entwicklung der European Open Science Cloud (EOSC). Die Gäste stellten in weiteren Fachvorträgen z.B. Schritte vor, wie die Qualität von Forschungsdaten verbessert werden können oder wie Forschungsdaten über verschiedene Quellen hinweg gewonnen  werden können.

Der zweite Tag am 18. Oktober 2018 widmete sich dem Erfahrungsaustausch von Zuwendungsempfängerinnen und Zuwendungsempfängern aus der BMBF-Förderbekanntmachung „Forschungsdatenmanagement – künftige Entwicklungen und aktuelle Fragen der Wissenschaft“.