Förderung von Datentreuhandmodellen

Das BMBF erprobt und entwickelt Datentreuhandmodelle für einen sicheren und vertrauensvollen Datenaustausch in Forschung und Wirtschaft. Ziel ist es, das gesellschaftliche Innovationspotenzial zu heben und neue Formen des Datenteilens zu entwickeln.

junge Frau die auf Daten schaut und diese analysiert
© Getty Images / Laurence Dutton

Das Teilen von Daten in Forschung und Wirtschaft ist eine Voraussetzung dafür, Lösungen für gesellschaftlich relevante Probleme zu finden – beispielsweise zur Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte, zur Erforschung komplexer Klimasysteme oder zur Bekämpfung seltener Krankheiten. Mit der Förderbekanntmachung zur Entwicklung und praktischen Erprobung von Datentreuhandmodellen wendet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Treuhandmodell auf den Transfer wichtiger Daten an.

Datenaustausch – sicher und verantwortungsvoll durch Treuhandmodelle

Für den sicheren Austausch sensibler Daten braucht es datenschutzkonforme Lösungen. In Datentreuhandmodellen fungieren Treuhänder als neutrale Vermittler. Sie ermöglichen einen vertrauensvollen und fairen Ausgleich der Interessen zwischen Datengebenden und Datennutzenden. Dabei garantieren sie den technischen und organisatorischen Zugang zu qualitativ hochwertigen Daten unter Wahrung des Datenschutzes – beispielsweise durch Anonymisierung oder Pseudonymisierung dieser Daten.

Datentreuhandmodelle – Hebung des gesellschaftlichen Innovationspotenzials

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Vorhaben zur Entwicklung und Erprobung von Datentreuhandmodellen sowie die pilothafte Weiterentwicklung bereits bestehender Ansätze. Die Förderinitiative ist Teil des BMBF Aktionsplan Forschungsdaten. Vorrangiges Ziel ist es, das gesellschaftliche Innovationspotenzial durch die Einbeziehung der Wissenschaft in Datentreuhandmodelle zu erschließen und neue Formen des Datenteilens zu entwickeln.

Projektförderung zur Entwicklung und Erprobung von Datentreuhandmodellen

Die Förderrichtlinie zur Entwicklung und Erprobung von Datentreuhandmodellen ist am 8. Januar 2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Bis zum 18.03.2021 können Projektskizzen eingereicht werden. Die Fördersumme beträgt bis zu 800.000 Euro für eine Projektlaufzeit von maximal 36 Monaten. Der Projektstart soll zum 01.11.2021 erfolgen. Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Gebietskörperschaften sowie Stiftungen und gemeinnützige Vereine. Verbundvorhaben verschiedener Anspruchsgruppen werden dabei besonders berücksichtigt.