Forschungs- und Entwicklungsprogramm „Zukunft der Arbeit“

Die Forschung untersucht die Veränderungen der digitalisierten und vernetzten Arbeitswelt auf deren Chancen und Risiken und entwickelt zusammen mit Unternehmen neue Modelle der Arbeitsgestaltung und -organisation.

Forschungsministerin Wanka bei Future Work Lab

Zukunft der Arbeit

Die digitale Vernetzung von Mensch, Maschine und Objekt verändert die Arbeitswelt. Berufsbilder, Arbeitsaufgaben und Tätigkeiten wandeln sich, Produktion und Dienstleistung wachsen zusammen. Wie können Unternehmen, Beschäftigte und die Sozialpartner die neue Arbeitswelt gestalten, um in Deutschland auch in Zukunft gute Arbeit mit wirtschaftlichem Erfolg und sozialer Sicherung zu verbinden? Wie sich die Arbeit in der digitalen Ökonomie verändert und gestalten lässt, das ist die zentrale Frage des Programms „Zukunft der Arbeit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Technologische und soziale Innovationen für die Arbeitswelt  

Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm „Zukunft der Arbeit“ will technologische und soziale Innovationen gleichermaßen voranbringen. Dazu braucht es zum Beispiel neue Modelle der Qualifizierung und Kompetenzentwicklung von Beschäftigten, der Gesundheitsprävention oder der Arbeitsorganisation und -gestaltung, die in und mit Unternehmen entwickelt und pilothaft in die Praxis überführt werden. Die Belange der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bilden dabei einen besonderen Schwerpunkt. Für eine wirksame Verbreitung und Nutzung dieser Modelle spielen vor allem branchenübergreifende Projekte eine bedeutsame Rolle. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung arbeitet hierzu eng mit den Sozialpartnern, den Verbänden und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammen.

Kompetenzzentrum für die Arbeitsforschung und -gestaltung

Im Rahmen von „Zukunft der Arbeit“ fördert das BMBF außerdem den Aufbau des „Future Work Lab“, ein Innovationslabor für Arbeit, Mensch und Technik in Stuttgart. Wie Arbeit im digitalisierten Zeitalter heute schon aussieht, welche Folgen sie hat und wie sie gestaltet werden kann, wird im „Future Work Lab“ erforscht und erlebbar gemacht. Das Innovationslabor sichert einen zügigen Praxistransfer, denn beteiligt sind die Sozialpartner und Unternehmen der Region. Das Labor soll zu einem zentralen Anlaufpunkt der Arbeitsforschung und -gestaltung werden. Dazu bietet es drei Zugänge:

1. Die erlebbare Demonstration von Industriearbeit: Wie kann beispielsweise eine Maschine Hebe- und Überkopfarbeiten unterstützen, so dass der ausführende Mensch entlastet wird?

2. Mit einem Beratungs- und Schulungszentrum bietet es Seminare und Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für das Management von Unternehmen sowie für Betriebsräte an.

3. Ein akademisch ausgerichtetes Ideenzentrum für die wissenschaftliche Diskussion und den gesellschaftlichen Dialog über zukunftsfähige Arbeitssysteme.

Vernetzung und Aufbau von regionalem Wissen und Kompetenzen

Das Future Work Lab kann ein Ausgangspunkt sein, um eine deutschlandweite Struktur von regionalen Kompetenzzentren für die Arbeitsforschung aufzubauen. Als besonders geeignet für ein solches Netzwerk erscheinen Hochschulen mit dem Schwerpunkt auf angewandte Wissenschaften. Sie sind regional verteilt und können aufgrund ihres Praxisbezugs die Interessen der Betriebe aufnehmen und in betriebliche Anwendungen überführen.


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