Heilen mit Daten

Die gemeinsame Roadmap-Innovationsinitiative „Daten für Gesundheit“ der drei Bundesministerien für Forschung, Gesundheit und Wirtschaft ist Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung und stellt die Weichen für eine digitale Medizin der Zukunft.

Stethoskop auf einem Laptop
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Mit der gemeinsamen Innovationsinitiative „Daten für Gesundheit: Roadmap für eine bessere Patientenversorgung durch Gesundheitsforschung und Digitalisierung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wird die Harmonisierung und die Vernetzung von Gesundheitsdaten vorangetrieben. Anhand von fünf prioritären Handlungsfeldern werden die Weichen für eine digitale Medizin der Zukunft gestellt. Dabei arbeiten die drei Bundesministerien mit Akteuren aus der Gesundheitsversorgung, der Gesundheitsforschung und Gesundheitswirtschaft eng zusammen.

Die fünf prioritären Handlungsfelder im Überblick:

1. Strukturen für die digitale Vernetzung von Gesundheitsversorgung und Gesundheitsforschung auf- und ausbauen,
2. die Verfügbarkeit und Qualität von gesundheitsrelevanten Daten verbessern,
3. die Entwicklung innovativer Lösungen zur Verbesserung von Datensicherheit und Datenverknüpfung vorantreiben,
4. den Weg in die datenunterstützte Medizin gemeinsam gehen,
5. zukünftige Anwendungsperspektiven frühzeitig erschließen.

Gesundheitsdaten sind von enormer Bedeutung

Bei jedem Arztbesuch und Krankenhausaufenthalt fallen medizinische Daten an. Diese sind oftmals in Form von Laborwerten, Arztbriefen und Behandlungsakten nur schwer zwischen behandelnden Ärztinnen und Ärzten austausch- und übertragbar: Die Nutzung dieser Daten scheitert oft an uneinheitlichen Datenformaten und -standards. Dabei sind Gesundheitsdaten von enormer Bedeutung. Sie bilden die Grundlage für präzise Diagnosen und erfolgreiche Therapien. Und sie sind die Voraussetzung für neue Erkenntnisse und Verfahren in der Forschung.

Datenhoheit und Datenschutz für Patientinnen und Patienten

Eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg der Innovationsinitiative „Daten für Gesundheit“ ist die Bereitschaft der Menschen, Ihre Daten insbesondere für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Diese Bereitschaft hängt von dem Vertrauen der Menschen in diejenigen Personen ab, die ihre Daten erheben, verarbeiten und auswerten. Um das Vertrauen der Patientinnen und Patienten zu gewinnen, wurden umfangreiche Informationsmaterialien erstellt und ein Musterformular für eine Patienteneinwilligung in Zusammenarbeit mit den Bundes- und Landesbeauftragten für Datenschutz und Universitätskliniken erarbeitet. Die Hoheit über ihre Daten bleibt damit stets bei den Patientinnen und Patienten. Sie bestimmen, ob und in welcher Form ihre Daten für die Forschung verwendet werden dürfen.

Roadmap Gesundheitsdaten ist Teil der Hightech-Strategie

In ihrer Hightech-Strategie 2025 hat die Bundesregierung die bessere Vernetzung von Forschung und Versorgung zu einer von zwölf übergreifenden Missionen erklärt. Die Roadmap-Initiative „Daten für Gesundheit“ der drei beteiligten Bundesministerien ist ein wichtiger Bestandteil dieser Mission und ein wichtiger Schritt hin zu dem Ziel, dass Deutschland weltweit eine führende Position bei der Entwicklung und Anwendung digitaler Gesundheitsinnovationen einnimmt. Die Innovationsinitiative soll dazu beitragen, frühzeitig neue Technologien und Anwendungsbereiche zu erschließen.