KI-Campus, Software-Campus und Co.

Das BMBF fördert eine Vielzahl spannender Projekte im digitalen Umfeld. Trotz des gedrängten Programms machte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek auf dem Digital-Gipfel Halt bei einigen von ihnen.

M am Stand von Digital Life Journey
© BMBF/Hans-Joachim Rickel

Auch in diesem Jahr waren auf dem gut besuchten Digital-Gipfel spannende Projekte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vertreten. Einige von ihnen besuchte Bundesministerin Anja Karliczek, um persönlich mit den Forschenden zu diskutieren. „So viel Zeit muss sein“, sagte die Ministerin und setzte sich beispielsweise mit den vier Vertretern (Stifterverband, DFKI, NEOCOSMOS, mmb Institut) des KI-Campus zusammen, um Details des Verbundprojekts zu besprechen. Der KI-Campus will Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der Künstlichen Intelligenz für eine große Bandbreite von Lernenden schaffen und damit die KI-Kompetenzen in Deutschland ausbauen. Dafür wird eine Plattform mit KI-Lernangeboten prototypisch entwickelt und erprobt und ein nachhaltiges Betriebs- und Betreibermodell ausgearbeitet. Darüber hinaus sollen Fragen zur Interoperabilität mit nationalen und internationalen Angeboten geklärt werden. Auch geeignete Kooperationen werden untersucht. Das BMBF übernimmt einen Anteil von 10,766 Mio. € an dem Verbundvorhaben, das bis zum Ende September 2022 läuft.
 

Ein AR- Anwendung vom Software-Campus

Auf dem diesjährigen Software-Campus zeigten die Programm-Teilnehmerinnen und -teilnehmer von DFKI und TU Darmstadt der Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek, wie bisher im Software Campus umgesetzte Projekte per Augemented Reality (AR) begeh- und erlebbar gemacht werden können. Die Grundlage für den unterhaltsamen Showcase, den die jungen Forschenden am Infostand auf dem Digital-Gipfel vorführten, war das IT-Forschungsprojekt „Automated Knowledge Extraction for Augmented Reality Applications in the Publishing Industry“ von Rocco Raso (DFKI), das in Kooperation mit der Holtzbrinck Publishing Group umsetzt worden ist. Anja Karliczek testete die zuvor präsentierte Augmented Reality-Anwendung nicht nur selbst, sondern verdeutlichte in dem Gespräch mit den Macherinnen und Machern der Anwendung auch, wie wichtig moderne Führungsmethoden im Zuge des Wandels sind und legte ihnen besonders ans Herz, auch diejenigen mitzunehmen, die keine ausgewiesenen Informatikerinnen und Informatiker sind – Vernetzung und lebenslanges Lernen sieht Bildungsministerin Karliczek als Schlüsselfaktor.


HPI-Schul-Cloud und Digitaler Zwilling

Zwei junge Mädchen zeigten der Bildungsministerin charmant die neusten Anwendungen der HPI Schul-Cloud. Diese wurde zuvor auch auf der Bühne des Gipfel-Treffens präsentiert. Zudem kreuzte ein interessantes Exponat den Weg der Besucherinnen und Besucher des Digital-Gipfels: die Digital Life Journey – Der „Persönliche Digitale Zwilling“ für Bürgerinnen und Bürger. Zu sehen war ein Ausstellungsstück in Form eines übergroßen Smartphones. Die Digital Life Journey zeigt datensouveräne Bürgerinnen und Bürger von Morgen im Zusammenspiel mit ihrem persönlichen Digitalen Zwilling. Anhand des Exponats sollte verdeutlicht werden, wie Menschen perspektivisch anhand eines digitalen Zwillings selbst steuern können, zu welchem Zweck welche ihrer Daten genutzt werden dürfen. In dem Handy-Exponat wird der Mensch als ein aktiver Teil digitaler Plattformen bzw. plattformökonomischer Wertschöpfungsketten dargestellt. Das Ausstellungsstück versinnbildlichte damit das diesjährige Motto des Digital-Gipfels, der sich den Plattformen aus den verschiedensten Perspektiven widmete: „Digitalisierung betrifft uns alle.“