Mit dem MINT-Aktionsplan in die Zukunft starten

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, verkündete am 13. Februar 2019 in dem Schülerlabor „dEIn Labor“ an der Technischen Universität Berlin neue Initiativen für die MINT-Bildung in Deutschland.

Kinder zeigen Ministerin ihre Ergebnisse der Forschung

BMBF/ Rickel

„Gute MINT-Bildung ist in der modernen, digital geprägten Welt unerlässlich. Vorschläge der Suchmaschinen im Internet oder die Entwicklung neuer Ideen und Geschäftsmodelle kann nur bewerten, wer versteht, was ein Algorithmus ist. Gerade die klassischen Natur- und Ingenieurwissenschaften, aber auch die Medizin erhalten durch die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz einen neuen Schub und brauchen gut ausgebildeten Nachwuchs, der sich mit MINT auskennt.

Deswegen stärken wir die MINT-Bildung in Deutschland und starten mit dem MINT-Aktionsplan neue Initiativen“, sagte Bundesministerin Anja Karliczek.

MINT-Bildung in Deutschland

Der MINT-Aktionsplan adressiert in vier Handlungsfeldern die gesamte Bildungskette von der vorschulischen Bildung, über schulische sowie außerschulische Aktivitäten, die Berufsausbildung, das Studium, bis zur berufsbegleitenden und interessengeleiteten Weiterbildung späterer Jahre.

MINT wird diverser
Übergreifend möchte das Bundesministerium Mädchen und Frauen stärken, damit sie ihre MINT-Interessen vertiefen können und sich selbst in diesen Bereichen mehr zutrauen. „Viele junge Mädchen sind naturwissenschaftlich-technisch sehr talentiert, haben viel Begeisterung für das Thema, manche wissen es nur noch nicht“, so Anja Karliczek.

MINT-E-Plattform

In Deutschland gibt es eine große Vielfalt  an MINT-Initiativen. Um die zigtausend Angebote in Zukunft noch besser auffindbar zu machen – zum Beispiel für Eltern, die ein Angebot für ihre Kinder suchen – soll eine neue MINT-E-Plattform und der Vernetzungsstelle Transparenz herstellen und Orientierung eschaffen . Das Online-Portal soll sich zugleich als virtueller Marktplatz für Vernetzungs- und Transferaktivitäten etablieren und gute Praxis in die Fläche bringen.

MINT-Angebote für Jugendliche

Um die MINT-Angebote für Jugendliche auszubauen, wird das BMBF deutschlandweit MINT-Cluster fördern. Außerschulische MINT-Angebote tragen wesentlich dazu bei, Begeisterung für die Beschäftigung mit MINT zu wecken und aufrecht zu erhalten. Durch eine gezielte und nachhaltige Förderung von regionalen Angeboten, die allen Kindern und Jugendlichen einen niederschwelligen Zugang bieten, sollen die Voraussetzungen zur Identifizierung von Talenten im Bereich MINT verbessert werden.

Das ausgesuchte Schülerlabor dEIn der TU Berlin zeigt exemplarisch die sektorenübergreifende Vernetzung vor Ort, die das BMBF mit dem MINT-Aktionsplan stärken und befördern will: Angesiedelt an der TU Berlin ist das Labor Teil eines Netzwerkes von Laboren, die untereinander in Kontakt stehen und eng mit Schulen zusammenarbeiten.

MINT-Forschung

Was macht erfolgreiche MINT-Bildung aus? Was spricht junge Menschen gezielt an? Um diese Fragen systematisch beantworten zu können, fördert das BMBF Forschung zu den Gelingensbedingungen guter MINT-Bildung und identifiziert Maßnahmen, die erfolgreich zum langfristigen Aufbau von MINT Kompetenzen beitragen.