Offizieller Projektstart von open-access.network

Zur Stärkung offener Publikationsformen fördert das BMBF das Projekt open-access.network. Neben der Schaffung einer Plattform als zentralem Ort der Information und des Austauschs steht vor allem der Aufbau von Kompetenzen im Fokus der Arbeit. 

open-access.network

CC BY 4.0/open-access.net

Open Access ist ein Schlüssel zu wissenschaftlichen Erkenntnissen für alle, daher soll Open Access zum Standard des wissenschaftlichen Publizierens in Deutschland werden. Dies hat sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung in seiner Open Access-Strategie zum Ziel gesetzt. Das Projekt open-access.network wird dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Der digitale und unentgeltliche Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen verbessert den Transfer von Wissen in die Gesellschaft und erleichtert Kooperationen unter Forschenden.

Das steigende Bewusstsein über diese Vorteile und die klare politische Zielvorgabe, durch öffentliche Mittel finanzierte Forschungsergebnisse der Allgemeinheit zugänglich zu machen, haben über die letzten Jahre zu einem stetigen Anstieg des Anteils von offen verfügbaren Publikationen geführt. So sind von 2015 bis 2019 knapp die Hälfte aller wissenschaftlichen Zeitschriftenartikel im Open Access erschienen. Nachholbedarf besteht dabei im Hinblick auf einige Publikationsformen und einzelne Fachdisziplinen. Die Kompetenz- und Vernetzungsplattform soll deshalb nachhaltig zur weiteren Erhöhung des Anteils an offen verfügbaren Erkenntnissen aus der Wissenschaft beitragen.

Kompetenz aus der Wissenschaft für die Wissenschaft
Die vom BMBF geförderte Kompetenz- und Vernetzungsplattform open-access.network soll dazu beitragen, Open Access weiter zu etablieren. Das Verbundprojekt wird vom Kommunikations-, Informations- und Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz, dem Open-Access-Büro Berlin an der Freien Universität Berlin, dem am Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches Geoforschungszentrum angesiedelten Open Science Office, der Technischen Informationsbibliothek (TIB) in Hannover sowie den Bibliotheken der Universitäten Bielefeld und Göttingen durchgeführt. Das Fördervolumen liegt dabei über drei Jahre bei knapp 2,4 Millionen Euro.

Am 01.12.2019 hat die Kompetenz- und Vernetzungsplattform ihre Arbeit aufgenommen. Neben der Bereitstellung von Informationen rund um das Thema Open Access auf einer Online-Plattform, sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit haben, sich im Netz zu den Besonderheiten offener Publikationsprozesse auszutauschen. Praxisnahe Expertinnen und Experten unterstützen und beraten zudem bei Open Access-Publikationen. Durch deutschlandweit stattfindende Seminare für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie das Fachpersonal von Hochschulbibliotheken und Verlagen wird das notwendige Wissen über offene Publikationsformen in die Breite der Wissenschaftslandschaft getragen.