Review: Online-Workshop zur Zukunft der Umwelt

Die Umwelt als Zusammenspiel verschiedener Daten zu sehen – und diese auch noch auf innovative Weise interpretieren und visualisieren zu können: Das war das Ziel des Online-Workshops „Zukunft der Umwelt“, bei dem Jugendliche ab zwölf Jahren auf ein Netz von Milliarden Umweltdaten zugreifen und Umwelteffekte untersuchen konnten. Ganz nebenbei konnte man auch noch Programmieren lernen!

Sensebox WS

Futurium gGmbH

Am 15. April 2021 fand zum zweiten Mal der Online-Workshop „Teamwork: Online-Workshop zur Zukunft der Umwelt“ für Schülerinnen und Schüler ab zwölf  Jahren in Kooperation mit dem Futurium und Junge Tüftler statt. Der ausgebuchte Workshop im Rahmen von #innovationsland Deutschland ging der Frage nach, was passiert, wenn unsere Umwelt als faszinierendes Zusammenspiel verschiedener Daten betrachtet wird. Es soll ein Verständnis dafür vermittelt werden, dass wir alle mithilfe von „Citizen Science“, also der Wissenschaft von Laien und durchdachten Innovationen eine lebenswertere Zukunft gestalten können.

Zusammenspiel: SenseBox und openSenseMap – offene Daten erklärt
Im Rahmen des dreistündigen Workshops lernten die Schülerinnen und Schüler mit der Online-Weltkarte „openSenseMap“, einem Web-Portal, das die erhobenen Daten der weltweit aufgestellten DIY-Umweltdaten-Messstation „senseBox“ sammelt, die visualisierten Daten selbst abzulesen, zu interpretieren und anschließend – mit Hilfe von Programmierung – zu visualisieren. Der Sense-Box Workshop vermittelt nicht nur ein Grundverständnis für Sensorik und Umweltdaten sondern auch die Bedeutsamkeit von Innovationen für unsere Zukunft und die Relevanz von offenen Daten. Denn diese spielen nicht nur im Workshop sondern auch in vielen Bereichen der Gesellschaft außerordentlich wichtige Rolle, bespielweise für die Teilhabe an politischen Prozessen.

Wissenswertes über das Netzwerk und Map ausprobieren
Die Teilnehmenden erfahren, dass sich das weltweite Netzwerk der senseBoxen ständig erweitert, dass es aktive und nicht-aktive Boxen gibt, die aber noch nützlich sind, um Langzeitstudien anzulegen. Sie sind sehr interessiert am Thema und stellten viele spezifische Fragen zum Programm, der Datenlage und zur Hardware der Sensebox. Und dann dürfen sie selbst aktiv auf die Suche gehen in der Map: wer findet am schnellsten den heißesten Ort (45 Grad in Niger) und die Messstelle mit der geringsten Feinstaubbelastung (0,5 Mikrogramm in Aberdeen, Schottland.)

Daten visualisieren mit Programmieren
Im zweiten Teil des Workshops ging es um die bildliche Darstellung der Live-Daten mit der Programmiersprache Java-Script. Nach einer kurzen Einführung in das Programmieren dürfen sich die Schülerinnen und Schüler an einem selbst ausgewählten Projekt ausprobieren. Dazu legten sie selbst ein ihrer Meinung nach interessantes Umwelt-Phänomen an einem Ort ihrer Wahl fest. Ziel war es, das Phänomen auf kreative und leicht verständliche Art zu präsentieren.

Feedback: Neues gelernt und gut angeleitet worden
Und wie hat es den Teilnehmenden gefallen und was haben sie mitgenommen? Zusammenfassend lässt sich sagen: gepunktet haben neben „viel neuem Wissen“ das praktische Programmieren sowie die gute Vorbereitung und Durchführung des Workshops insgesamt. Aber lesen Sie selbst:

Durch meine Teilnahme an „Teamwork: Online-Workshop zur Zukunft der Umwelt“ habe ich gelernt, dass …

…mit einer sense-box sehr unterschiedliche Umweltdaten wie Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Feinstaub und Luftdruck gemessen werden können. Diese Daten können dann auch ausgelesen und mit Hilfe einer eigenen Programmierung graphisch dargestellt werden. Man kann sich auch auf einer Homepage die Daten aller sense-Boxen weltweit ansehen und diese mit den eigenen Daten vergleichen. (Coralie)

…man Daten, die man über bestimmte Zeit gemessen /gesammelt hat visualisieren und grafisch darstellen kann. Ich habe gesehen, welche Programmiererlösung bzw. -sprache sich dafür eignet (P5.JS) und habe Schritt für Schritt ein Beispiel konstruiert. (Roman)

…man durch Zusammenarbeit viel erreichen kann. Nur die Daten einer Sensebox haben wenig Aussagekraft, die Daten von vielen aus aller Welt dafür schon. (Mika)

…dass Datenerfassung auch in Umweltfragen sehr aussagekräftig ist und das Engagement in Sachen Umweltschutz vorantreiben kann. (Joris)
 

Der Online-Workshop zur Zukunft der Umwelt hat mir Spaß gemacht, weil...

…weil ich viel Neues gelernt habe, was ich davor nicht wusste und ich will das jetzt in einem eigenen Projekt umsetzen. (Julia)

…weil die drei verschiedenen Themenbereiche Umwelt, Programmieren und Daten so toll miteinander verknüpft wurden. (Joris)

…wir auch praktisch arbeiten durften. Wir konnten die ersten Schritte der Programmierung ausprobieren. Die Workshop-Leiter waren sehr freundlich und geduldig bei der Beantwortung unserer Fragen und haben alles gut erklärt. (Coralie)