Projektstart: 20 Ideen für die Transformation zu Open Access

Das BMBF fördert die Umsetzung innovativer Projekte, die Open Access als neuen Standard für wissenschaftliches Publizieren nachhaltig vorantreiben. Kleine und mittlere Verlage, Universitäten und Bibliotheken aus ganz Deutschland haben ihre Ideen eingereicht. Die ausgewählten 20 Projekte starten ab Februar 2021 mit ihren Vorhaben.

Transformation zu Open Access

Über die Richtlinie zur Förderung von Projekten zur Beschleunigung der Transformation zu Open Access werden Vorhaben gefördert, die etablierte Schriftenreihen frei zugänglich über Open Access veröffentlichen, Publikationsprozesse im Verlagswesen umgestalten oder das Open-Access-Ökosystem nachhaltig verbessern. Sie entwickeln bestehende Strukturen weiter, programmieren neue digitale Tools und etablieren effiziente Workflows – alle mit dem gemeinsamen Ziel, die Veröffentlichungskultur hin zu Open Access weiter voranzubringen.

Alle Projekte im Überblick:

Community-Driven Open-Access-Journale zwischen wissenschaftlichen und ressourcenbezogenen Anforderungen – CODRIA

Universität Bielefeld
Diamond-OA-Journale bieten einen unmittelbaren und kostenfreien Zugang zu sämtlichen Publikationen. Zwei ihrer Merkmale werfen jedoch Fragen auf: Wie kann die Finanzierung dauerhaft gewährleistet werden? Und wer übernimmt die Aufgaben des Verlags? Ziel des Projekts CODRIA ist es, die Performance, Effizienz und Funktionsweise von Diamond-OA-Journalen umfassend zu untersuchen. Im Einzelnen soll das Projekt die Fragen beantworten, welche Rolle diese Art von Journalen derzeit in der deutschen OA-Landschaft spielen, wie hoch die Kosten pro Publikation sind und mit welchen besonderen Spielräumen und Herausforderungen der Betrieb dieser Journale verbunden ist.

Transformationsbezogene Open-Access-Ansätze: Open Library Medienwissenschaft, "Best-Performer" im Open Access, Lehrbücher im Open Access – TOAA

transcript
Mit der exemplarischen Überführung renommierter Buchreihen möchte der transcript-Verlag die Transformation zu Open Access in den Geistes- und Sozialwissenschaften nachhaltig stärken. Im Rahmen des Projektes TOAA wird der Verlag die Nutzung dieser offen verfügbaren Reihen anschließend auswerten und neue Finanzierungsmodelle erproben. Die zu transformierenden Reihen umfassen das medienwissenschaftliche Fachprogramm des Verlages sowie die meist rezipierten Ausgaben („Best Performer“) und schließlich eine Reihe von Lehrbüchern. Insgesamt werden im Rahmen der zweijährigen Projektlaufzeit 38 Neuerscheinungen des Verlagsprogramms im Open Access veröffentlicht werden.

Qualitätssichernde Verfahren für Preprint-Beiträge in der Wissenschaft – PrePrintPlus

FZI Forschungszentrum Informatik
Öffentlich-zugängliche Vorabveröffentlichungen, sogenannte Preprints, haben sich in der wissenschaftlichen Gemeinschaft etabliert, um relevante Forschungsergebnisse frühzeitig zu teilen und Feedback einzuholen. Der starke Zuwachs von Open-Access-Preprint-Archiven in den letzten Jahren zeigt die steigende Relevanz von Preprints im Zuge der schnellen Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Dieses Tempo erschwert es, die Qualität der Forschungsarbeiten und -ergebnisse abzuschätzen, da es keinen formalen Begutachtungsprozess gibt. Das Projekt PrePrint+ macht es sich zur Aufgabe, aktuelle Verfahren zur Qualitätssicherung zu analysieren, Trends zu identifizieren und darauf aufbauend Handlungsempfehlungen für Preprint-Nutzende und Archiv-Betreibende zu erstellen.

Zur Projektwebseite: fzi.de/de/forschung/projekt-details/preprint/

Autor:innen und Rechtssicherheit für Open Access – AuROA

Universität Duisburg-Essen - Universitätsbibliothek | IST Hochschule für Management Düsseldorf | Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsbibliothek Duisburg-Essen hat sich mit der Abteilung Buchwissenschaft am Gutenberg-Institut der Universität Mainz und dem Fachbereich Kommunikation und Wirtschaft der IST-Hochschule für Management zusammengetan, um den Open-Access-Publikationsprozess in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu standardisieren und somit zu vereinfachen. Im Projekt AuROA werden – unter Zusammenführung von Urheberrecht und CC-Lizenzierung – modulare Musterverträge für wissenschaftliche Veröffentlichungen erarbeitet.Die anschließende Verbreitung wird durch eine wissenschaftlich fundierte Kommunikationsstrategie und ein Schulungsangebot erfolgen. Die Bedürfnisse und Perspektiven aller Beteiligten werden durch Workshops und einen methodisch gestützten Austausch einbezogen.

Open Access Transformation by Cooperation – OATbyCO

Universitäts- und Landesbibliothek der TU Darmstadt | Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Mit der richtigen Technik können Publikationen ohne großen Aufwand als Open Access veröffentlicht werden. Dies soll auch kleinen Verlagen möglich sein: Die Universitäts- und Landesbibliothek der TU Darmstadt und die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (wbg) entwickeln hierzu im Projekt OATbyCO einen nachnutzbaren Workflow. Ziel ist es, neben neuen, digital eingereichten Manuskripten auch ältere, elektronisch wie analog vorliegende Titel für die Open-Access-Publikation vorzubereiten. Um ein möglichst einfach zu nutzendes Softwarepaket zur Verfügung stellen zu können, wird das Projektteam bereits vorliegende Werkzeuge weiterentwickeln oder neu programmieren. Basis hierbei ist XML/TEI. Die entwickelten Workflow-Bestandteile werden schließlich unmittelbar eingesetzt, um ca. 700 ältere und aktuelle Titel der wbg im Open Access bereitzustellen.

Entwicklung einer Open Source Academic Publishing Suite und deren Anwendung an den Universitätsverlagen und -bibliotheken in Erlangen-Nürnberg und Halle – OS-APS

SciFlow GmbH | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) | Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg (MLU)
Kleineren und mittleren Verlagen fehlt es oft an den Möglichkeiten zum Publizieren im Open Access. Das Team des Projektes OS-APS möchte ihnen hierfür eine als Open Source frei verfügbare Software für multimediales Publizieren zur Verfügung stellen, damit sie notwendige Formate (z.B. EPUB, PDF, DRM-frei im Open Access) und Formatierungen einfach und automatisiert erstellen können. Auch dazugehörige standardisierte Workflows stellen im Veröffentlichungsprozess eine große Hilfe dar, da sie eine aufwendige und teure händische Umsetzung individueller XML-Satz- und Review-Prozesse überflüssig machen. Das Tool wird im Projekt durch die SciFlow GmbH entwickelt und von den Verbundpartnern in deren Universitätsverlagen und -bibliotheken eingebettet und getestet.

Zur Projektseite: os-aps.de

Reihentransformation für die Altertumswissenschaften – TransMill

Bayerische Staatsbibliothek
In der Schriftenreihe „Millennium-Studien“, die beim Verlag De Gruyter erscheint, wurden bislang 86 einschlägige Monographien aus den Altertumswissenschaften veröffentlicht. Im Projekt TransMill der Bayerischen Staatsbibliothek sollen die Bücher im Open Access einer interessierten Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht werden. Auch für die Neuerscheinungen der kommenden beiden Jahre innerhalb der Reihe ist eine Open-Access-Publikation über den Goldenen Weg geplant. Hierfür braucht es ein mittel- und langfristiges Finanzierungskonzept, das beispielhaft für künftige Transformationsvorhaben dieser Art genutzt werden kann. Um möglichst viele Interessierte an dem Projekt teilhaben zu lassen, wird die Umstellung auf Open Access von einer zielgruppenorientierten Öffentlichkeitsarbeit begleitet.

Aufbau von nachhaltigen Open-Access-Publikationsservices für Monographien im TU9-Verbund – TU9_Monos

Karlsruher Institut für Technologie (KIT) | Universität Stuttgart
Das Projekt TU9_Monos möchte für neun herausragende Technische Universitäten in Deutschland (TU9) nachhaltige Modelle für zukunftsfähige Open-Access-Infrastrukturen entwickeln. Da es sich um ein gemeinsames Ziel unter heterogenen Bedingungen handelt, ist den Projektpartnern ein flexibler Ansatz besonders wichtig: Die jeweiligen Einrichtungen sollen die Produktions- und Publikationswege auf ihre individuellen Bedarfe und Möglichkeiten anpassen können. Dazu erarbeitet das Projektteam unterschiedliche Servicemodelle für modulare, integrierte Publikationsservices. Mindestens eine Bibliothek des TU9-Verbundes wird während der zweijährigen Projektlaufzeit in die Lage versetzt, Open-Access-Bücher im eigenen Campus selbstständig zu fördern. Als konkretes Fallbeispiel wird darüber hinaus mindestens eine neue Buchveröffentlichung im Open Access umgesetzt.

Stand und Perspektiven einer Open-Access-Strategie für Deutschland – OPEN4DE

Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) | Freie Universität Berlin | Universität Konstanz
Open Access wird immer stärker als Standard für das wissenschaftliche Publizieren akzeptiert. Es bestehen jedoch Herausforderungen, mit denen sich Forschende wie auch Institutionen, Herausgeber und Verlage auseinandersetzen müssen: Wie könnte eine Open-Access-Strategie für Deutschland aussehen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt? Wie könnte die Transformation zu Open Access auf allen Ebenen vorangebracht werden? Diesen Fragen geht das Projekt OPEN4DE nach. Die erarbeiteten Antworten sollen helfen, den Wissenschaftsprozess transparenter, reproduzierbarer und verantwortlicher zu gestalten und damit das Vertrauen in die Qualität wissenschaftlicher Ergebnisse zu stärken. Disziplinäre Gesichtspunkte und internationale Entwicklungen zur Förderung von Open Access und Open Science werden ausdrücklich einbezogen, um Empfehlungen für eine nationale Open-Access-Strategie auszuarbeiten.

Verantwortungsbewusste Bewertung und Qualitätssicherung von Open-Access Publikationen mittels bibliometrischer Indikatoren – indioa 

Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) | Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)

Wie können bibliometrische Kennzahlen bei der Auswahl eines Open-Access-Publikationsortes in der wissenschaftlichen Praxis helfen? Und welche unbeabsichtigten Folgen können bei einer uninformierten Verwendung bibliometrischer Kennzahlen die Bewertung beeinträchtigen? Mit dem Projekt indioa möchten die Universitätsbibliothek Göttingen und das DZHW aufklären: Hierzu werden bibliometrische Studien mit Awareness-Aktivitäten kombiniert, um einen verantwortungsbewussten Umgang mit neuartigen OA-Publikationspraxen an Hochschulen und außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen zu befördern. Ausreichend informiert können wissenschaftliche Autorinnen und Autoren innovative und hochwertige OA-Publikationsangebote auch kleiner und mittlerer Verlage besser wahrnehmen.

Zur Projektwebseite: dzhw.eu

Stärkung des Open-Access-Publikationssystems durch offene Zitationen und raumzeitliche Metadaten – OPTIMETA

Technische Informationsbibliothek (TIB) | Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Open-Access-Publikationen können durch die Bereitstellung von zusätzlichen Informationen – z. B. durch das Einbinden von Zitationen und raumzeitlichen Metadaten – einen großen Mehrwert erhalten und ihre Sichtbarkeit erhöhen. Hierzu werden die TIB und die Universität Münster die Software zur Verwaltung und Veröffentlichung wissenschaftlicher Zeitschriften, Open Journal Systems, um wesentliche Funktionalitäten erweitern. Mit ihrer Hilfe werden Autorinnen und Autoren sowie Herausgeberinnen und Herausgeber in die Lage versetzt, selbstständig Geo- und Zitationsdaten zu erstellen, um sie dann mit der Veröffentlichung ihres Artikels an offene Datenquellen zu übermitteln. So werden semantisch bedeutsame Verknüpfungen zwischen wissenschaftlichen Arbeiten hergestellt, metawissenschaftliche Studien ermöglicht und die Open-Access-Artikel leichter aufgefunden.

Zur Projektwebseite: projects.tib.eu/optimeta

Umstellung der Jahrbücher der Deutschen Schillergesellschaft und des Freien Deutschen Hochstifts auf Open Access (parallel zur Printausgabe) – Wallstein-OA

Wallstein Verlag
Das Jahrbuch der Schillergesellschaft und das Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts erscheinen seit 1957 bzw. seit 1902 als Print-Ausgaben. Im Rahmen des Projekts Wallstein-OA sollen diese beiden traditionsreichen Publikationsreihen nun zusätzlich als Open Access allen interessierten Leserinnen und Lesern auch international zugänglich gemacht werden. Anhand der Open-Access-Veröffentlichung der Jahrbücher kann der Wallstein Verlag eine technische und personelle Infrastruktur für die Herstellung und Distribution künftiger Open-Access-Publikationen aufbauen – im eigenen Verlag und durch seinen beispielhaften Charakter generell im Bereich der Geisteswissenschaften.

Bibliometrisches und semantisches Open-Access-Recommender-Netzwerk – B!SON

Technische Informationsbibliothek (TIB) | Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
Wie finde ich qualitätsgesicherte Open-Access-Zeitschrift für mein Fachgebiet? Um Autorinnen und Autoren dabei zu unterstützen, geeignete und geprüfte Open-Access-Zeitschriften zu finden, entwickelt die TIB zusammen mit der Sächsischen Landesbibliothek einen Empfehlungsservice. Dieses Recommender-System wird aus der großen Menge verfügbarer OA-Zeitschriften eine Auswahl filtern, die nach verschiedenen Kriterien sortiert werden kann. Technisch basiert das Verfahren auf etablierten bibliometrischen und semantischen Verfahren des maschinellen Lernens, die über Nutzereingaben (Abstract, zitierte Literatur) die Ähnlichkeit der Manuskripte mit bereits veröffentlichten Publikationen bestimmen. Über die Zusammenarbeit mit DOAJ und OpenCitations hinaus werden wissenschaftliche Einrichtungen und Bibliotheken aktiv in die Projektarbeit eingebunden.

Zur Projektwebseite: projects.tib.eu/bison

Open-Access-Publikation von enzyklopädischen Handbüchern – OAPEnz

Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) - Informationszentrum Lebenswissenschaften | Verlag Barbara Budrich GmbH
Im Zuge des Verbundprojektes OAPEnz erfolgt die Herausgabe eines „lebendigen“ enzyklopädisch angelegten Handbuchs, das sukzessive im goldenen Open Access und zusätzlich in regelmäßigen Abständen als eBook mit Print-on-Demand-Option im Programm des Verlags Barbara Budrich erscheinen wird. Für dieses Vorhaben wird die PUBLISSO-Publikationsplattform der ZB MED weiterentwickelt und disziplinübergreifend geöffnet. Die Veröffentlichung des Handbuchs zum Thema Politik und Geschlecht erfolgt in Kooperation mit der Sektion „Politik und Geschlecht“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW). Auf dieser Basis erarbeiten die Projektpartner ein Geschäftsmodell für ähnliche Publikationen, evaluieren die Abläufe zwischen den Akteuren und erweitern PUBLISSO zu einer frei nutzbaren Publikationsplattform für alle gängigen Publikationsformate.

Nachhaltige Zeitschriftenfinanzierung durch konsortiale Unterstützungsstrukturen in kleinen und interdisziplinären Fachzusammenhängen – ScholarLedPlus

Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft gGmbH | Knowledge Unlatched GmbH
Verlagsunabhängige und gebührenfreie Open-Access-Gold-Zeitschriften sind ein wichtiges Angebot, um Open Access als Publikationsform wissenschaftlicher Beiträge voranzutreiben. Insbesondere Vorhaben aus kleineren trans- und interdisziplinären Fachzusammenhängen benötigen hierfür ein praktikables Finanzierungsmodell, da etablierte Möglichkeiten aus disziplinären Fachcommunitys für sie nicht greifen. Im Rahmen des Projektes ScholarLedPlus wird als Alternative dazu ein Konzept für eine thematische, konsortiale Finanzierung von Fachzeitschriften entwickelt. Diese neu gewonnene Struktur werden das Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und die Knowledge Unlatched GmbH auch über die Einführung hinaus unterstützen, damit perspektivisch weitere Strategien für die Bereitstellung solcher Unterstützungsstrukturen abgeleitet und konsortiale Maßnahmen in kleine und interdisziplinäre Fachzusammenhänge transferiert werden können.

Konsortiale Open-Access-Lösungen aufbauen – KOALA

Technische Informationsbibliothek (TIB) | Universität Konstanz
Um einen Artikel als Open Access veröffentlichen zu können, fällt oftmals eine Gebühr an. Dieses kostenpflichtige APC-Modell kann ein finanzielles Hindernis bei der Umstellung auf Open Access bedeuten. Die Technische Informationsbibliothek sucht daher zusammen mit der Universität Konstanz nach einer geeigneteren Lösung, um die Akzeptanz und Umsetzbarkeit von Open Access unter Forschenden zu stärken und um zu einer nachhaltigen Finanzierung zu gelangen. Mit dem Projekt KOALA planen sie den Aufbau mindestens eines Open-Access-Konsortiums und stellen zudem die Expertise zur Umstellung bzw. Ressourcenplanung von Zeitschriften und Reihen bereit. Geplant ist ferner die Einrichtung einer zentralen Anlauf- und Beratungsstelle, die wissenschaftliche Verantwortliche, Betreiber sowie Autorinnen und Autoren bei der Umsetzung unterstützt.

Zur Projektwebseite: projects.tib.eu/koala

Entwicklung von technologischen Elementen einer allgemeinen Kommunikationsstruktur für OA-Publikationsprozesse auf der Basis des allgemeinen Workflowmodells – OA-STRUKTKOMM

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
Für die Veröffentlichung von Open-Access-Publikationen haben sich heterogene Workflows etabliert. Mit der Veröffentlichung der Resultate des Projekts OA-HVerlag steht nun ein Modell für die vereinheitlichte, abstrakte Beschreibung dieser Workflows zur Verfügung. Durch deren Anwendung bei der Anpassung und Entwicklung technologischer Komponenten könnten die benötigten Daten passgenauer strukturiert und redundanzfrei beschrieben werden. Mit dem Projekt OA-STRUKTKOMM macht es sich die HTWK Leipzig zur Aufgabe, den Datenaustausch zwischen den workflowbeteiligten Systemen robuster und kompatibel zu gestalten. Neben der Entwicklung einer standardisierten Kommunikationsstruktur sind weitere einzelne technische Tools denkbar, die Open Access durch eine vereinfachte Nutzung attraktiver machen.

Open Access disziplinorientiert nachhaltig ermöglichen – OAdine

wbv Media GmbH
Das Medienunternehmen wbv Media legt im Geschäftsbereich wbv Publikation seinen inhaltlichen Schwerpunkt auf Themen aus Geistes- & Sozialwissenschaften, Bildung & Beruf sowie Verwaltung & Recht. Aus den Teildisziplinen der Berufs- & Wirtschaftspädagogik bzw. Erwachsenenbildung werden nun zwei etablierte Publikationsreihen dauerhaft ins Open Access transformiert. Dazu stellt der Verlag zunächst große Teile der Backlist (2005 bis 2015) auf Open Access um. Langfristig zielt das Projekt darauf ab, die Infrastruktur für eine dauerhafte community-basierte Finanzierung von Open-Access-Publikationen zu schaffen, bei der die Autorenbeiträge künftig entfallen. Interviews und Workshops mit Stakeholdern der jeweiligen Fachdisziplinen helfen dabei, Aufschluss über mögliche Finanzierungsmodelle zu geben. Das Konzept sieht darüber hinaus vor, potentielle Förderer gezielt anzusprechen und zu gewinnen.

Zur Projektwebseite: wbv.de/oadine

Entwicklung eines Tools mit offener Schnittstelle für die Anreicherung und das Management von Metadaten von OA-Fachbüchern – OA-META

ScienceOpen GmbH
Mithilfe von Metadaten können Open-Access-Monographien und -Bücher leichter und schneller aufgefunden werden. Um auch kleineren Verlagen sowie den Autorinnen und Autoren selbst die Möglichkeit dieser verbesserten Sichtbarkeit zu geben, entwickelt ScienceOpen hierfür ein frei nutzbares Tool. Über eine offene Schnittstelle sollen Open-Access-Publikationen mit mehr als 60 Millionen wissenschaftlichen Werken und Datensätzen auf der Plattform ScienceOpen verknüpft werden. Die Möglichkeit, die angereicherten Metadaten mit einer offenen Lizenz zu exportieren, stellt einen zusätzlichen Anreiz für die Nutzung durch Forschende dar.

Offener Zugang zu Öffentlichem Recht – OZOR

Max Steinbeis Verfassungsblog
Der Multi-Autoren-Blog „Verfassungsblog“ bringt Themen des Öffentlichen Rechts in die breite Öffentlichkeit. Eine Weiterentwicklung und Ausweitung des Blogs soll dabei helfen, Open Access als frei zugängliche Publikationsform in den traditionellen Rechtswissenschaften zu etablieren. Dafür ist es wichtig, die Gründe für die bisherige Skepsis gegenüber Open Access innerhalb der juristischen Fachdisziplin zu kennen. Die beteiligten Akteure, darunter Fördermittelgeber, Bibliotheken, Autorinnen und Autoren, werden eingebunden, um den pilothaften Ausbau des Publikationsaufkommens des Verfassungsblogs wissenschaftlich fundiert vorzunehmen. Für das nachhaltige Gelingen eines qualitativen Betriebs des Blogs wird darüber hinaus die Entwicklung eines tragfähigen Finanzierungsmodells verfolgt.