Von M.I.N.T. zu MINT: Förderung der MINT-Forschung startet

MINT-Bildung ist zentral für die Gestaltung der Zukunft. Daher fördert das BMBF die Erforschung ihrer Gelingensbedingungen. Leitgedanke ist die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von guter MINT-Bildung im digitalen Zeitalter.

Mädchen MINT

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Der technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Wandel verändert unseren Alltag privat und im Beruf. Damit ändert sich auch der Anspruch an die MINT-Bildung – sie soll Menschen befähigen, in der digitalen Welt selbstbestimmt und umsichtig agieren zu können. Um neue Impulse für die Gestaltung und Qualitätsentwicklung der MINT-Bildung zu geben, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Forschung zu Gelingensbedingungen guter MINT-Bildung im Zuge der Umsetzung des MINT-Aktionsplans. Die MINT-Bildung soll stärker integriert gedacht werden („von M.I.N.T. zu MINT“), und dabei neue veränderte Kompetenzanforderungen ebenso berücksichtigen wir die Chancengleichheit.

Die Forschungserkenntnisse sollen u.a. in die Arbeit der MINT-Cluster, der künftigen MINT-Kompetenz- und Vernetzungsstelle, weiterer MINT-Bildungsinitiativen sowie in die Ausrichtung der MINT-Bildungspolitik einfließen.

Was wird gefördert?

Praxisorientierte Forschungsprojekte

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert empirisch ausgerichtete, interdisziplinäre Forschungsprojekte, die eine hohe Praxisrelevanz aufweisen. Ziel ist es, Wege zur erfolgreichen Vermittlung von MINT-Kompetenzen in fächer- und akteursübergreifenden Ansätzen zu identifizieren und Kooperationen zwischen Forschung und Praxis anzuregen. Das BMBF legt besonderen Fokus auf die Gewinnung zielgruppenspezifischer Erkenntnisse hinsichtlich der Chancengleichheit von Mädchen und jungen Frauen sowie von Kindern und Jugendlichen mit Inklusionsbedarf, aus bildungsfernen Familien und aus Familien mit Migrationshintergrund.

Reviewstudien

Ergänzend zu den praxisorientierten Forschungsprojekten werden Forschungssynthesen gefördert, die den internationalen Forschungsstand auswerten, einordnen und für den deutschen Kontext nutzbar machen. Die Analysen sollen der Forschungscommunity und Akteuren der Praxis zur Verfügung gestellt werden.

Metavorhaben

Das Metavorhaben zielt darauf ab, die Ergebnisse der geförderten Forschungsprojekte zur fächer- und akteursübergreifenden MINT-Bildung aufzubereiten, zusammenzuführen und diese in einen wissenschaftlichen Rahmen einzuordnen sowie mit bestehenden Konzepten zu verbinden. Ein weiteres Ziel des Metavorhabens ist es, Methoden und Formate partizipativer Forschung in der MINT-Bildung voranzutreiben.

Grafik MINT Forschung

Wie wird gefördert?

Die Förderrichtlinie zur Förderung von Forschungsprojekten zu Gelingensbedingungen guter MINT-Bildung ist am 22. März 2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Bis zum 31. Mai 2021 können Projektskizzen eingereicht werden. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Für das Metavorhaben beträgt die maximale Fördersumme über die gesamte Laufzeit insgesamt 1,5 Mio. Euro.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind staatliche und private, staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und andere juristische Personen des privaten Rechts.

Das BMBF fördert auch besonders befähigte, promovierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler. Diese können über eine Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung eine Projektförderung zur Durchführung eines praxisorientierten Forschungsprojektes oder einer Reviewstudie beantragen.