Wissenschaftliche Politikberatung in Krisenzeiten

Im September führt das BMBF mit universitären und wissenschaftsnahen Partnerinnen und Partnern einen Workshop zu Impulsen für die wissenschaftliche Politikberatung durch. Es werden Ergebnisse aus drei Projekten vorgestellt und diskutiert.

Zusammenarbeit
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In einer Zeit großer Unsicherheiten, wie sie eine Pandemielage darstellt, muss Politik nahezu täglich evidenzbasierte Entscheidungen treffen, während der wissenschaftliche Erkenntnisstand und die empirische Datenlage stark im Fluss sind. Eine solche Belastungsprobe für den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik bietet zugleich die Chance, um gemeinsam aus der Krise zu lernen.
 
Lernen aus der Krise

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und Expertise für politische Entscheidungen von größter Bedeutung sind. Auch in Deutschland hat das Virus eine alle gesellschaftlichen Bereiche betreffende Krise ausgelöst, auf die ad hoc zu reagieren war und die langfristige Folgen haben wird. Ein funktionierender Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit hat sich dabei als zentrale Schnittstelle erwiesen. Für zukünftigen Krise stellen sich jedoch Fragen: Wie können neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Krisenfall sehr rasch und systematisch in Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungen einfließen? Wie kann die wissenschaftliche Politikberatung auch in Zukunft reaktionsfähig bleiben und vorausschauend agieren?

Impulse für die wissenschaftliche Politikberatung

Am 1. September 2021 lädt das BMBF zu einem gemeinsamen Workshop ein, um im Austausch mit Expertinnen und Experten diesen und weiteren Fragen nach zu gehen. Der Workshop mit dem Titel „Lernen aus der Krise - Impulse für die wissenschaftliche Politikberatung“ stellt die Bedeutung des Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit in den Fokus. Ausgehend von Projekten des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e. V., des Leibniz-Instituts für Medienforschung HBI und den Universitäten Potsdam und Lübeck, werden aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze für die wissenschaftliche Politikberatung, den Umgang mit Daten sowie die Kommunikation in Krisenzeiten vorgestellt und diskutiert.