Wissenschaftliche Weiterbildung für alle

Mit dem Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ wurden der Auf- und Ausbau von Weiterbildungsangeboten an Hochschulen gefördert. Davon profitierten neue Zielgruppen, unter anderem Berufstätige und Berufsrückkehrer/-innen.

Aufstieg durch Bildung

Im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ wurden Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert, die insbesondere Angebote für berufsbegleitendes Studieren und lebenslanges, wissenschaftliches Lernen entwickelten. Mit den neuen, berufsbegleitenden Weiterbildungsangeboten konnten sich die Hochschulen weitere Zielgruppen erschließen, die bis dahin nicht im Fokus der Hochschulen standen. Darüber hinaus beabsichtigte der Wettbewerb, das Angebot an Fachkräften zu sichern, die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu verbessern und dafür zu sorgen, dass neues Wissen schneller in die Praxis integriert wurde. Ein weiteres Ziel war, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftssystems zu stärken.

Fast 400 Weiterbildungsangebote entwickelt

376 wissenschaftliche Weiterbildungsangebote von Vorbereitungs- und Brückenkursen über Zertifikatsprogramme bis hin zu berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengängen wurden in neun Jahren in den Regelbetrieb der im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs bundesweit geförderten 101 Hochschulen überführt. Das fachliche Spektrum der Studienangebote war breit: Es reichte von der Mechatronik über die Pflege- und Gesundheitswissenschaft bis hin zur IT-Sicherheit und zum Nachhaltigkeitsmanagement.

Vor dem Hintergrund der speziellen Bedarfe der neuen adressierten Zielgruppen, wie insbesondere Berufstätige, wurden in den hochschulischen Weiterbildungsangeboten zumeist Methoden des Fernlernens und -lehrens genutzt, die fast ausschließlich auf digitalen Medien beruhten. Genutzt wurden u.a. neben Online-Lernmaterialien mit unterschiedlichen Graden an Multimedialität und Interaktivität oder virtuellen Klassenräumen und Seminaren auch Online-Foren und Chatrooms.

Wettbewerb mit zwei Wettbewerbsrunden

Der Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ war Teil der Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“, die Bund und Länder im Jahr 2008 ins Leben gerufen hatten, um die Bildungschancen aller Bürgerinnen und Bürger zu steigern. Der Wettbewerb startete im Jahr 2011 mit einer ersten Wettbewerbsrunde, die im September 2017 endete. Dem folgte eine zweite Wettbewerbsrunde im August 2014, die bis zum Jahr 2020 lief. In beiden Wettbewerbsrunden und Förderphasen zusammen wurden 77 Projekte (53 Einzel- und 24 Verbundprojekte) an 101 verschiedenen Hochschulen (62 andere Hochschulen, 39 Universitäten) und vier außeruniversitären Forschungseinrichtungen bzw. weiteren Institutionen durchgeführt.

Erfolgsgeschichte interaktiv erzählt und visualisiert

Die Ergebnisse des Wettbewerbs sowie der Weg der erfolgreichen Bund-Länder-Kooperation sind in einer transmedialen, interaktiven Reportage („Scrollytelling“) dargestellt. Auf einem virtuellen Marktplatz werden die Ergebnisse der Projekte beschrieben und ihre Wirkung auf die deutsche Hochschullandschaft aufgezeigt. Darüber hinaus sind im Bund-Länder-Wettbewerb über 8.000 Veröffentlichungen aus den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Projekte sowie der wissenschaftlichen Begleitung hervorgegangen.

Ebenfalls zum Wettbewerb gehörten ab 2011 eine wissenschaftliche Begleitung sowie ab 2012 eine begleitende Evaluation. Von 2017 bis 2021 wurde außerdem das Vorhaben „Innovationsunterstützende Maßnahmen zum Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ (INNOVUM-OH)“ zur Verbreitung der Wettbewerbsergebnisse durchgeführt.