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IdentMINT

Zwei Fächer, zwei Schuljahre, zwei Curricula: Wie die Identitätsaushandlungen von Schülerinnen und Schüler zu den Fächern Physik und Chemie während des Anfangsunterricht an Schulen in Sachsen-Anhalt und Bayern verlaufen und wie positive Zugänge zu MINT gestärkt werden können, dem geht IdentMINT empirisch und konzeptionell nach.

Projektlogo des MINT-Forschungsprojektes IdentMINT © IdentMINT

Ziel des Projektes IdentMINT - Identitätsaushandlungen zu MINT im Kontext von Anfangsunterricht Physik und Chemie- ist es zu untersuchen, wie Schülerinnen und Schüler sich im Sinne von Identitätsarbeit zu den Naturwissenschaften ins Verhältnis setzen, während sie die ersten zwei Jahre Fachunterricht durchlaufen. Das Forschungsprojekt wird in einem Verbund der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Sachsen-Anhalt) und der Universität Augsburg (Bayern) in den jeweiligen Regionen umgesetzt.

Es wird erhoben, welche Wahrnehmungen und Positionierungen zu den Naturwissenschaften die Schülerinnen und Schüler in den Unterricht mitbringen und wie sich ihre Vorstellungen in den Schuljahrgängen 6 und 7 (in Sachsen-Anhalt) bzw. 8 und 9 (in Bayern) entwickeln. Die Schülerinnen und Schüler werden insgesamt dreimal in einem Zeitraum von zwei Jahren mit einem Fragebogen befragt, der Erfahrungen, Interessen und Einstellungen zu Naturwissenschaften erfasst. Einzelne Schülerinnen und Schüler nehmen im gleichen Zeitraum außerdem jeweils zweimal an Einzelinterviews teil, die den Zugang zu Naturwissenschaften biographisch thematisieren. Die längsschnittlichen Datensätze werden mit quantitativen und qualitativen Methoden der Sozialforschung unter der Perspektive von Identitätsaushandlungen ausgewertet.

In dem Projekt werden Leitlinien für den Anfangsunterricht in Physik und Chemie zur Stärkung fächerübergreifender Aspekte in einem fachsystematischen Unterricht und zur Anregung positiver Identitätsaushandlungen der Schülerinnen und Schüler entwickelt. In Kooperation mit Lehrpersonen und weiteren MINT-Akteuren entstehen an außerschulischen Lernorten zusätzliche Bildungsangebote für Schulklassen, die die Befunde zu Identitätsaushandlungen und die Bedarfe der Schulen berücksichtigen.

Projektverantwortliche

  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Universität Augsburg

Projektleitung: Prof. Dr. Thorid Rabe, thorid.rabe@physik.uni-halle.de