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Aufbau von Datenkompetenzzentren an Hochschulen und Forschungseinrichtungen : Datum:

Die Arbeit mit Forschungsdaten gewinnt immer weiter an Relevanz. Um das darin liegende Potenzial besser nutzbar zu machen, fördert das BMBF zunächst die Konzeption und später den Aufbau von Datenkompetenzzentren in der Wissenschaft, an denen Unterstützungs- und Vernetzungsangebote für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und weitere Akteure geschaffen werden. Alle 11 Projekte der Umsetzungsphase sind nun gestartet.

 

Datenkompetenzzentren ermöglichen den Ausbau datenwissenschaftlicher Kompetenzen für Forschende und sind Orte des Lernens, Vernetzens und der Forschung. © artinspiring

Die Bundesregierung hat sich mit der Datenstrategie zur Aufgabe gemacht, den Aufbau von Datenkompetenzen voranzutreiben. Der Aktionsplan Forschungsdaten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zielt mit seinen Maßnahmen darauf ab, die Datenkompetenz in der Wissenschaft gezielt zu stärken und Forschende bei ihrer Arbeit an und mit Daten zu unterstützen.

Die stetige Entwicklung neuer digitaler Forschungsmethoden und die zunehmende Menge an erzeugten bzw. verfügbaren Forschungsdaten bietet großes Potenzial für neues Wissen und Innovationen. Allerdings bedarf es dafür des Auf- und Ausbaus der notwendigen digitalen und datenbezogenen Kompetenzen in der Breite der Wissenschaft.

Mithilfe der Fördermaßnahme zum „Aufbau von Datenkompetenzzentren in der Wissenschaft“ sollen Datenkompetenzzentren mit unterschiedlichem fachlichen Fokus an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland etabliert werden. Sie sollen Forschenden ein breites Spektrum an Unterstützungsangeboten für den Aufbau von Datenkompetenzen auf allen Ebenen der Arbeit mit Daten (Datenerfassung, Datenmanagement, Datenanalyse, Archivierung und Nachnutzung) bieten.

Die Zentren dienen als Anlaufstelle für Forschende beim Lernen, Forschen und Vernetzen. Hierdurch soll ein Kulturwandel bei der Nutzung von Forschungsdaten angestoßen werden, um so die Grundlage für die Entstehung von datenbasierten Innovationen zu stärken.

Zweite Förderphase angelaufen

Die Fördermaßnahme ist in zwei Phasen aufgeteilt. In der ersten Förderphase wurde 22 Projekten die Möglichkeit gegeben, ein umfassendes Konzept für den Aufbau eines Datenkompetenzzentrums zu erstellen. Diese Konzepte wurden anschließend bewertet, und es wurden elf Projekte für die dreijährige Förderung in der Umsetzungsphase ausgewählt, in der der Aufbau der Datenkompetenzzentren erfolgen soll. Die Projekte werden aus der Aufbau- und Resilienzfazilität der EU finanziert.

DIM.RUHR

Das Datenkompetenzzentrum DIM.RUHR schafft Lehr-, Forschungs- und Vernetzungsangebote zur Steigerung der Datenkompetenzen bei Forschenden und Versorgenden im Gesundheitswesen: dort entsteht eine hohe Anzahl an versorgungsnahen Daten im Rahmen von Forschung, aber auch der Versorgung. In DIM.RUHR arbeiten Professionen wie Medizin, Sozialwissenschaften, Informatik, Public Health und weitere gemeinsam an der Sammlung, Speicherung und Analyse dieser Daten, um sie für die Versorgungsforschung nutzbar zu machen. Hier geht’s zum Projekt!

HERMES

Das Datenkompetenzzentrum HERMES widmet sich dem Bedarf an Aus-, Weiter- und Fortbildung und praxisorientierter Beratung im Bereich der Datenkompetenzen in der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung und Lehre sowie in GLAM-Einrichtungen (Galleries, Libraries, Archives and Museums). Durch das enge Zusammenspiel verschiedener Hochschul(typ)en sowie außeruniversitärer Einrichtungen bietet HERMES ideale Rahmenbedingungen für die Entwicklung innovativer Transferformate für datenwissenschaftliche Methoden. Hier geht’s zum Projekt!

SODa

SODa – das „Zentrum Sammlungen, Objekte, Datenkompetenzen” erforscht, entwickelt und vermittelt transdisziplinär und praxisbezogen notwendige und nützliche Datenkompetenzen für die Forschung in und mit wissenschaftlichen Sammlungen. SODa befasst sich in seinen vielfältigen Aktivitäten mit Standards, Good Practice, dem sammlungsbezogenen Forschungsdatenmanagement sowie der datenbasierten Sammlungs-und Objektforschung. Es fördert die interdisziplinäre Vernetzung und den Auf- und Ausbau von Forschungskooperationen. Hier geht’s zum Projekt!

KODAQS

Das Kompetenzzentrum Datenqualität in den Sozialwissenschaften (KODAQS) bietet Forschenden bedarfsorientierte, innovative Unterstützungsangebote zur Beurteilung und Analyse der Qualität sozialwissenschaftlicher Daten. Unter anderem wird Forschenden mit digitalen und hybriden Lernangeboten der qualitätsgesicherte Umgang mit sozialwissenschaftlichen Daten vermittelt. Eine Data Quality Toolbox soll Analysecodes zur Berechnung zentraler Qualitätsindikatoren bieten. Zudem wird in Kooperation mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten die Datenqualitätsindikatorik weiterentwickelt. Hier geht’s zum Projekt!

DataNord

DataNord ist ein interdisziplinäres Datenkompetenzzentrum, das die Bedarfe der Forschenden in Bezug auf Datenwissenschaften und FAIRifizierung ihrer Forschungsdaten in der Region Bremen bedient und die Zusammenarbeit zwischen den Fachgebieten fördert. Es bündelt die Kompetenzen von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Landesinstituten, NFDI-Konsortien und Infrastrukturzentren in den Profilbereichen Umwelt- und Meereswissenschaften, Sozialwissenschaften, Material- und Ingenieurswissenschaften, Gesundheitswissenschaften und Geisteswissenschaften. Hier geht’s zum Projekt!

DKZ.2R

Das übergeordnete Ziel des Rhein-Ruhr Zentrums für wissenschaftliche Datenkompetenz (DKZ.2R) ist es, datenbezogene Hürden zu reduzieren und Methodenkompetenz in den Bereichen Data Science, Machine Learning, High Performance Computing und Forschungsdatenmanagement ganzheitlich zu vermitteln. Damit soll maßgeblich zu einer neuen Generation von Domänenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern beigetragen werden, welche sich mit Effizienz und einer datenaffinen, FAIRen und offenen wissenschaftlichen Grundhaltung durch alle relevanten methodischen Kernbereiche bewegen. Das DKZ.2R ist in der Metropolregion Rheinland und dem Regionalverband Ruhr angesiedelt und engagiert sich hierbei in Teilen der Lebens- und Naturwissenschaften, dem Ingenieurwesen sowie der Mathematik und Informatik. Hier geht’s zum Projekt!

QUADRIGA

Das Datenkompetenzzentrum QUADRIGA vereint die vier Disziplinen Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft entlang der Datentypen Text, Tabellen und Bewegtes Bild am Wissenschaftsstandort Berlin-Brandenburg. Mittels Fallstudien werden in den Forschungsorten spezifische Fragestellungen behandelt. Die Datensätze, Standards und Methoden werden in den Lernorten in fallstudienbasierte, zielgruppenspezifische und kompetenzorientierte QUADRIGA Educational Resources transformiert. Assessment-Werkzeuge verbinden Forschungs- mit Lernorten auf Basis einen optimierten QUADRIGA Datenkompetenzframeworks und ermöglichen Forschenden, ihre Datenkompetenzen entlang des Datenfluss zuzuordnen. Mit dem Suchwerkzeug QUADRIGA-Navigator werden alle QUADRIGA Bildungsangebote auf der Datenkompetenzplattform QUADRIGA Space angeboten. Hier geht’s zum Projekt!

Come2Data

Mit Come2Data als Datenkompetenzzentrum in Sachsen sollen vorhandene datenwissenschaftliche Ausbildungs- und Unterstützungsangebote sowie Expertisen und Engagements zu den Themen Forschungsdatenmanagement, Hochleistungsrechnen und Analyseverfahren für interdisziplinäre Forschungsanwendungen der Universitäten und Forschungseinrichtungen in Sachsen synergetisch zusammengeführt werden. Hier geht’s zum Projekt!

WiNoDa

Das Wissenslabor für naturwissenschaftliche Sammlungen und objektzentrierte Daten (WiNoDa) ist als ein Datenkompetenzzentrum für interdisziplinäre Erforschung der Erd- und Menschheitsgeschichte konzipiert, das die digitale Aufbereitung, Analyse, Speicherung und Bereitstellung von objektzentrierten Forschungsdaten während des gesamten Forschungsprozesses unterstützt und ermöglicht. Hier geht’s zum Projekt!

DACE

Das Datenkompetenzzentrum für Circular Economy Daten (DACE) erforscht die notwendigen Kompetenzen zur Erhebung, Auswertung und Nutzung von Daten der Kreislaufwirtschaft. Es befähigt Forschende zum Umgang mit diesen Daten und vernetzt die Akteurinnen und Akteure der datengetriebenen Kreislaufwirtschaft. Damit ermöglicht es gezielt die Erforschung und Umsetzung der energie- und ressourceneffizienten Circular Economy. Hier geht’s zum Projekt!

de.KCD

Das Deutsche Kompetenzzentrum Cloud-Technologien für Datenmanagement und -verarbeitung (de.KCD) vereint Fachkenntnisse im Datenmanagement und in Analysetechnologien in der Cloud. Es bietet Cloud-Infrastruktur, Speicher- und Analysemöglichkeiten sowie generische Schulungen zur Wissensvermittlung über verschiedene Fachbereiche hinweg. Durch virtuelle Lern- und Arbeitsumgebungen werden die Zugangsbarrieren gesenkt. Zusätzlich werden Technologien entwickelt, um komplexe Forschungsfragen zu beantworten und Daten aus verschiedenen Disziplinen zu integrieren. Das Ziel ist die Förderung der Zusammenarbeit und des Wissensaustausches zwischen Forschungsstandorten durch die Schaffung eines vernetzten, kollaborativen Datenraums für nationale und internationale Forschungsprojekte. Hier geht’s zum Projekt!