MINT-SDL21
MINT-SDL21 erforscht, wie schulische MINT-Bildung dazu beitragen kann, Grundsteine für Statistical und Data Literacy zu legen. Zwei systematische Reviews mit sich ergänzenden Fragestellungen arbeiten dazu Ergebnisse der internationalen Forschung auf, systematisieren diese und interpretieren sie hinsichtlich der zukünftigen Rolle der MINT-Fächer beim Aufbau von Statistical und Data Literacy.
Review 1 stellt eine Forschungssynthese zu internationalen Studien dar, die explizit instruktionale Methoden zur Erreichung von Lernzielen im Bereich Statistical und Data Literacy im Kontext der MINT-Fächer untersuchen. Dabei sollen 1. verwendete Begriffsdefinitionen und -konzeptionen, 2. wirksame Interventionsansätze und 3. erfasste Lernendenvariablen identifiziert werden. Die Interpretation der internationalen Datenlage wird durch Fach- und Praxisexperteninterviews unterstützt.
Review 2 adressiert eine spezifische Form des Umgangs mit Daten, die bereits im Unterricht etabliert ist, eine zentrale Bedeutung für den Erkenntnisgewinn in den MINT-Fächern besitzt und gleichzeitig bereits umfassend beforscht ist: das Erstellen von konventionsbasierten graphischen Darstellungen von (authentischen Mess-/Erhebungs-) Daten. Es wird 1. untersucht, wie das Erstellen von Graphen in den Studien implementiert und instruiert wurde, 2. mit welchen Kontroll- oder Referenzbedingungen die Methode verglichen wurde und was mögliche Moderatoren des Effekts sind. Ebenso sollen 3. typische Schwierigkeiten und Fehlvorstellungen, die sich beim Lernen durch Erstellen von Graphen für Schüler*innen und Lehrende ergeben, identifiziert werden.
Beide systematischen Reviews werden nach den aktuellen internationales Standards für Forschungssynthesen durchgeführt und gemäß des PRISMA 2020-Frameworks dokumentiert.
Für beide systematische Reviews werden Manuskripte verfasst und bei einschlägigen, internationalen Zeitschriften zur Veröffentlichung eingereicht. Dabei werden entweder reine Open-Access-Zeitschriften zur Veröffentlichung ausgewählt oder es wird die Open-Access-Option hybrider Zeitschriften gewählt. Beide Forschungssynthesen werden zudem auf nationalen und internationalen Tagungen vorgestellt.
Die Ergebnisse der beiden Reviews werden zudem verständlich aufbereitet und innerhalb eines virtuellen Workshops vorgestellt und diskutiert.